Mehrere Kader-Comebacks bei ÖFB-Gegner Algerien
Die Probleme auf der Torhüter-Position sollen auch durch einen Rückkehrer behoben werden, auch drei Feldspieler sind zurück im Kader.
Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb kehrt in das algerische Fußball-Nationalteam zurück und wurde von Teamchef Vladimir Petkovic am Sonntag in seinen WM-Kader berufen.
Algerien, am 28. Juni (4.00 Uhr MESZ) in Kansas City letzter Gegner von Österreich in der Gruppe J, kann zudem wieder auf die beiden Offensivspieler Houssem Aouar und Amine Gouiri bauen.
Oussama Benbot, der zu Jahresbeginn seinen Rücktritt erklärt hatte, soll helfen, die Probleme auf der Torhüterposition zu lösen.
Bentaleb war schon 2014 bei der WM in Brasilien dabei, hat im Nationalteam aber immer wieder längere Zeit pausiert und war zuletzt im Oktober des Vorjahres im Kader. "Wir kennen ihn gut und er hat in den vergangenen Monaten gezeigt, dass er in Form ist", begründete Petkovic die Nominierung des 31-jährigen Legionärs von Lille.
So wie Bentaleb hatten auch Aouar und Gouiri den Afrika Cup zu Jahresbeginn verpasst, beide wegen Verletzungen.
Torhüter-Sorgen
Im Tor plagen Petkovic einige Sorgen. Algeriens eigentliche Nummer eins, Alexis Guendouz, wurde nach einer langwierigen Verletzungspause nicht berücksichtigt. Granada-Schlussmann Luca Zidane, der Sohn von Zinedine Zidane, erlitt im April einen Kiefer- und Kinnbruch, fliegt aber mit nach Amerika.
Petkovic greift aber auch auf Benbot zurück. Der 31-Jährige hatte sich nach dem Afrika Cup über mangelnde Spielminuten beschwert und seine Nationalteam-Karriere für beendet erklärt, gibt aber nun sein Comeback.
Bekannteste Spieler der Algerier sind die Verteidiger Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund) und Rayan Ait-Nouri (Manchester City) sowie Mittelfeldspieler Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen).
Zwei Testspiele noch
Algerien absolviert am Mittwoch in Rotterdam ein Testspiel gegen die Niederlande, am 10. Juni erfolgt ein letzter Test in Kansas City gegen Bolivien.
Am 17. Juni starten die Nordafrikaner in Kansas City gegen Titelverteidiger Argentinien in die WM, am 23. Juni geht es in San Francisco gegen Jordanien, ehe zum Abschluss die ÖFB-Elf wartet.
Der Kader:
Torhüter: Oussama Benbot (USM Algier), Melvin Masstil (Stade Nyonnais), Luca Zidane (Granada), Abdellatif Ramdane (Mouloudia Alger)
Verteidigung: Achraf Abada (USM Algier), Rayan Ait-Nouri (Manchester City), Zinedine Belaid (JS Kabylie), Rafik Belghali (Verona), Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Samir Chergui (Paris FC), Jaouen Hadjam (Young Boys Bern), Aissa Mandi (Lille), Mohamed Amine Tougai (Esperance Tunis)
Mittelfeld: Houssem Aouar (Al-Ittihad), Nabil Bentaleb (Lille), Hicham Boudaoui (Nice), Fares Chaibi (Eintracht Frankfurt), Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen), Yassine Titraoui (Charleroi), Ramiz Zerrouki (FC Twente)
Angriff: Mohamed Amoura (VfL Wolfsburg), Nadir Benbouali (Györi ETO), Adil Boulbina (Al-Duhail), Fares Ghedjemis (Frosinone), Amine Gouiri (Olympique Marseille), Riyad Mahrez (Al-Ahli), Anis Hadj Moussa (Feyenoord Rotterdam)