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NEWS
Nach Frankreichs WM-Aus: Ausschreitungen in 183 Städten
Bei den Ausschreitungen wurden insgesamt 342 Menschen festgenommen.
Nach Frankreichs 0:2-Niederlage im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien ist es in zahlreichen Städten zu Gewalt gekommen, ohne dass es aber nach einer Bewertung des Innenministeriums zu schwerwiegenden Vorfällen kam.
Im Video: Oyarzabal und Porro beenden Frankreichs Träume >>>
In 183 Städten, darunter insbesondere in Paris und Lyon, kam es zu Konfrontationen mit der Polizei, wie das Ministerium in Paris am Mittwoch mitteilte.
Zahlreiche Festnahmen
342 Menschen wurden festgenommen, wovon 250 in Polizeigewahrsam kamen.
In 688 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen, 1.128 Böller wurden beschlagnahmt. In Grenoble wurde ein 49-jähriger Mann, der auf der Terrasse einer Bar das Halbfinalspiel schaute, von Angreifern verfolgt und in einer Seitenstraße erschossen, berichtete die Zeitung "Le Parisien" unter Verweis auf die Polizei.
Ausschreitungen am Nationalfeiertag keine Seltenheit
Als Hintergrund wird ein Bandenkrieg vermutet. Das Halbfinalspiel fiel in Frankreich auf den Nationalfeiertag, den 14. Juli, rund um den es traditionell häufig ohnehin zu Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Brandstiftungen kommt.
Bereits in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli kam es in 141 Städten zu Gewalt, Brandstiftungen und dem verbotenen Abfeuern von Feuerwerkskörpern. An beiden Tagen zusammengerechnet wurden in Frankreich landesweit 701 Autos in Brand gesteckt.