Lob für Spanien
"Wir sind natürlich alle enttäuscht. Wir haben uns viel vorgenommen, leider hat es nicht gereicht. Wir müssen uns eingestehen, dass die Spanier heute besser waren", fand Deschamps auch lobende Worte für den Sieger.
Die letzte Überzeugung schien Frankreich abhandengekommen zu sein. Auch einige halb gefährliche Situationen in einer verzweifelten Schlussoffensive konnten nichts mehr daran ändern, dass die Ära Deschamps nach 14 Jahren ohne weiteren Titel endet.
Rekord für Deschamps
An Frankreichs Nationalfeiertag löste Deschamps mit seinem 26. Spiel als Trainer bei einer WM-Endrunde den bisherigen deutschen Rekordhalter Helmut Schön (zuletzt 1978) ab.
Das war freilich nur ein schwacher Trost. "Die Spieler sind am Boden zerstört, weil wir große Ziele hatten", erklärte der 57-Jährige.
"In erster Linie tragen wir selbst die Verantwortung dafür. Wir sind hinter unseren Möglichkeiten geblieben und waren offensiv nicht so gefährlich, wie wir es hätten sein können. Außerdem haben wir uns einige technische Fehler im Passspiel geleistet, die mögliche Torchancen zunichtegemacht haben."
Für enttäuschte Franzosen geht es nun am Samstag im Spiel um Platz drei nur noch um die Ehre und einen würdigen Abschluss der Ära Deschamps. Denn nach der WM steht mit Legende Zinedine Zidane der prädestinierte Nachfolger bereits in den Startlöchern.