Algerien Algerien DZA
Österreich Österreich AUT
Endstand
3:3
1:1 , 2:2
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Ein Einser, zwei Fünfer! Die Noten zum Wahnsinn von Kansas City

Österreich lieferte sich gegen Algerien eines der irrsten Duelle der WM-Geschichte. Die LAOLA1-Einzelkritik zum wahnwitzigen Remis:

Ein Einser, zwei Fünfer! Die Noten zum Wahnsinn von Kansas City Foto: © GEPA

Dieses Spiel wird weltweit für viel Gesprächsstoff sorgen.

Und zwar sicher nicht wegen der bestechenden Leistung, die das ÖFB-Team im finalen WM-Gruppenspiel gegen Algerien ablieferte. Gegen die Nordafrikaner trennte man sich mit einem 3:3 (Spielbericht>>>), mit dem beide Mannschaften sichtlich sehr gut leben konnten, und steht nun im Sechzehntelfinale.

In einem auf allen Ebenen außergewöhnlichen Fußballspiel konnten nur wenige rot-weiß-rote Kicker wirklich überzeugen. Dafür gab es den ein oder anderen Totalausfall.

LAOLA1 analysiert die Leistung aller ÖFB-Akteure und verteilt Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend, "-" = zu kurz eingesetzt).

Die Noten für die ÖFB-Kicker:

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ALEXANDER SCHLAGER

90 Minuten

Der nächste mehr als saubere Auftritt bei dieser WM. Bei allen Gegentoren sowie bei Mahrez' Stangenschuss absolut chancenlos, dafür sonst mit der ein oder anderen guten Tat. Im Spielaufbau wie gewohnt ein wichtiges Puzzlestück.

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STEFAN POSCH

90 Minuten

Es war nicht das Spiel von Österreichs Außenverteidigern. So ganz wird man im Falle des Steirers das Gefühl nicht los, dass ihn die Spezialschiene mehr behindert, als er zugeben will - nicht zuletzt bei dem ein oder anderen nicht angekommenen Pass kam dieses Gefühl auf. Auch vor dem 2:2 stellte er sich alles andere als glücklich an. Gegen Ende hin körperlich total am Ende.

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PHILIPP LIENHART

90 Minuten

In ganz vielen Momenten fanden die algerischen Angriffe ihre Endstation im Freiburg-Legionär. Den Spielaufbau überließ er wie gewohnt Nebenmann Alaba. Nach dessen Auswechslung auf die linke Innenverteidiger-Position gewechselt und dort einen Stellungsfehler vor dem 2:3 begangen.

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DAVID ALABA

62 Minuten, Assist

Der Pass vor dem 1:1 wird es in das ein oder andere Highlight-Video dieser WM schaffen - ein richtiges Kunststück zu einem ganz wichtigen Zeitpunkt. Defensiv gewohnt stabil, vor dem 1:1 konnte er als letzter Mann nicht mehr retten - ihn trifft allerdings die geringste Schuld. Im Laufe von Durchgang zwei wurden die Oberschenkel-Probleme wieder akut, deshalb ausgetauscht.

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PHILLIPP MWENE

95 Minuten

Auch wenn viel Pech mit der Eckfahne dabei war - zwei Schnitzer in einer einzigen Defensivaktion dürfen auf einer solchen Bühne einfach nicht passieren. Durchaus schade, dass der Wiener in der Situation vor dem 1:1 eine derart schlechte Figur machte, überzeugte er ansonsten doch durchaus mit viel Offensivdrang. Beim 2:2 schließlich auch noch viel zu weit von Mahrez weg.

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NICOLAS SEIWALD

90 Minuten

Ein ungewohnt schlampiger Auftritt des sonst so konstanten Salzburgers. In vielen Situationen erwischte er das völlig falsche Timing und ermöglichte Algerien so die ein oder andere Chance. Ungewohnt war aber auch, wie gefährlich er bei gleich zwei nicht schlecht angetragenen Abschlüssen wurde.

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XAVER SCHLAGER

46 Minuten

Es war nicht das Spiel des langjährigen Leipzig-Legionärs - speziell nicht mit dem Ball. Zudem war er eines der Glieder in der Fehlerkette vor dem 1:1, als ihm nach einem gegen Belghali abgeblockten Schuss kurz die Luft wegblieb. Zur Pause in der Kabine geblieben.

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KONRAD LAIMER

90 Minuten, Assist

Drittes WM-Spiel, dritte Position für den Dauerläufer. Diesmal spielte er am rechten Flügel und konnte dort den ein oder anderen Ballgewinn verbuchen - was der Bayern-Legionär aus den so gewonnenen Bällen machte, war allerdings lange Zeit mehr als ausbaufähig. Umso cleverer waren sein leichter Rempler plus dem anschließenden Assist für Sabitzer vor dem 2:1.

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ROMANO SCHMID

45 Minuten

Von den ÖFB-Akteuren, die sich bis dato bei der WM als Zehner ausprobieren durften, der überzeugendste - wenngleich ihm freilich nicht alles aufging. Als erster Pressingspieler neben Arnautovic viel in Bewegung, weil er durchaus einige Meter für seinen Nebenmann mitmachen musste. Seine beste Offensivaktion hatte er kurz vor der Pause, als eine schön gezirkelte Flanke nur knapp nicht bei Arnautovic ankam. Kurz darauf ausgetauscht.

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MARCEL SABITZER

90 Minuten, Tor

In einem Spiel, in dem so lange überhaupt nichts gelingt, einen derart großen Impact zu haben, ist eben auch eine Qualität. Seine erste wirklich gute Aktion hatte er bei seinem blitzsauberen Abschluss zum zwischenzeitlichen 2:1, auch beim 3:3 hatte er mit einer perfekten Flanke für Gregoritsch seine Beine im Spiel. Dafür unterirdisches Defensivverhalten vor dem 2:3.

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MARKO ARNAUTOVIC

45 Minuten

Ob Genie oder Glück - es ist schlussendlich egal, der Ball ging zum wichtigen 1:0 rein. Weniger genial war sein Ellbogenschlag gegen Mandi gleich zu Beginn des Spiels, welcher durchaus mit einer anderen Kartenfarbe geahndet hätte werden können. Bis auf sein Tor bis zur (wohl verletzungsbedingten) Auswechslung in den allermeisten Aktionen eher unglücklich.

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MICHAEL GREGORITSCH

ab der 46. Minute, Assist

Einmal mehr avancierte er zu Österreichs Retter in höchster Not. Zwar wurde ihm eine Kopfballvorlage sicher schonmal schwerer gemacht, als vor dem 3:3 - trotzdem muss man erstmal so wichtig zur Stelle sein und in einem so schwierigen Moment die Übersicht behalten. Bereits vor dem 3:2 ließ er clever für Sabitzer durch.

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FLORIAN GRILLITSCH

ab der 46. Minute

Sollte etwas Ruhe anstelle des diesmal etwas fahrigen Xaver Schlager reinbringen, was ihm auch gelang. Allerdings ebenfalls ein Opfer von dem, was sich fußballerisch in Halbzeit zwei (eben nicht) abspielte.

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PAUL WANNER

ab der 46. Minute

Mit sehr wenigen Ballaktionen nach seiner Einwechslung - was mit Sicherheit aber auch daran liegt, dass in Halbzeit zwei nur über kurze Phasen ernsthaft Fußball gespielt wurde.

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KEVIN DANSO

ab der 62. Minute

Kam diesmal wieder von der Bank, und zwar anstelle des angeschlagenen David Alaba, verbuchte auch gleich eine Kopfballchance. Über die meiste Zeit allerdings defensiv nicht gefordert, weil Algerien lange nicht sehr interessiert daran war, ein Tor zu erzielen. Als dieses dann dennoch fiel, passierte es nicht über seine Seite.

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SASA KALAJDZIC

ab der 95. Minute, Tor

Eigentlich ein klarer Fall für "zu kurz eingesetzt". Heute wird diese Regel gebrochen. Er ist der Hauptgrund, warum Österreich noch in diesem Turnier dabei ist. Erster Ballkontakt, ein perfekt gesetzter Kopfball – und eine ganze Nation jubelt.

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