ALEXANDER SCHLAGER
90 Minuten
Der nächste mehr als saubere Auftritt bei dieser WM. Bei allen Gegentoren sowie bei Mahrez' Stangenschuss absolut chancenlos, dafür sonst mit der ein oder anderen guten Tat. Im Spielaufbau wie gewohnt ein wichtiges Puzzlestück.
STEFAN POSCH
90 Minuten
Es war nicht das Spiel von Österreichs Außenverteidigern. So ganz wird man im Falle des Steirers das Gefühl nicht los, dass ihn die Spezialschiene mehr behindert, als er zugeben will - nicht zuletzt bei dem ein oder anderen nicht angekommenen Pass kam dieses Gefühl auf. Auch vor dem 2:2 stellte er sich alles andere als glücklich an. Gegen Ende hin körperlich total am Ende.
PHILIPP LIENHART
90 Minuten
In ganz vielen Momenten fanden die algerischen Angriffe ihre Endstation im Freiburg-Legionär. Den Spielaufbau überließ er wie gewohnt Nebenmann Alaba. Nach dessen Auswechslung auf die linke Innenverteidiger-Position gewechselt und dort einen Stellungsfehler vor dem 2:3 begangen.
DAVID ALABA
62 Minuten, Assist
Der Pass vor dem 1:1 wird es in das ein oder andere Highlight-Video dieser WM schaffen - ein richtiges Kunststück zu einem ganz wichtigen Zeitpunkt. Defensiv gewohnt stabil, vor dem 1:1 konnte er als letzter Mann nicht mehr retten - ihn trifft allerdings die geringste Schuld. Im Laufe von Durchgang zwei wurden die Oberschenkel-Probleme wieder akut, deshalb ausgetauscht.
PHILLIPP MWENE
95 Minuten
Auch wenn viel Pech mit der Eckfahne dabei war - zwei Schnitzer in einer einzigen Defensivaktion dürfen auf einer solchen Bühne einfach nicht passieren. Durchaus schade, dass der Wiener in der Situation vor dem 1:1 eine derart schlechte Figur machte, überzeugte er ansonsten doch durchaus mit viel Offensivdrang. Beim 2:2 schließlich auch noch viel zu weit von Mahrez weg.
NICOLAS SEIWALD
90 Minuten
Ein ungewohnt schlampiger Auftritt des sonst so konstanten Salzburgers. In vielen Situationen erwischte er das völlig falsche Timing und ermöglichte Algerien so die ein oder andere Chance. Ungewohnt war aber auch, wie gefährlich er bei gleich zwei nicht schlecht angetragenen Abschlüssen wurde.
XAVER SCHLAGER
46 Minuten
Es war nicht das Spiel des langjährigen Leipzig-Legionärs - speziell nicht mit dem Ball. Zudem war er eines der Glieder in der Fehlerkette vor dem 1:1, als ihm nach einem gegen Belghali abgeblockten Schuss kurz die Luft wegblieb. Zur Pause in der Kabine geblieben.
KONRAD LAIMER
90 Minuten, Assist
Drittes WM-Spiel, dritte Position für den Dauerläufer. Diesmal spielte er am rechten Flügel und konnte dort den ein oder anderen Ballgewinn verbuchen - was der Bayern-Legionär aus den so gewonnenen Bällen machte, war allerdings lange Zeit mehr als ausbaufähig. Umso cleverer waren sein leichter Rempler plus dem anschließenden Assist für Sabitzer vor dem 2:1.
ROMANO SCHMID
45 Minuten
Von den ÖFB-Akteuren, die sich bis dato bei der WM als Zehner ausprobieren durften, der überzeugendste - wenngleich ihm freilich nicht alles aufging. Als erster Pressingspieler neben Arnautovic viel in Bewegung, weil er durchaus einige Meter für seinen Nebenmann mitmachen musste. Seine beste Offensivaktion hatte er kurz vor der Pause, als eine schön gezirkelte Flanke nur knapp nicht bei Arnautovic ankam. Kurz darauf ausgetauscht.
MARCEL SABITZER
90 Minuten, Tor
In einem Spiel, in dem so lange überhaupt nichts gelingt, einen derart großen Impact zu haben, ist eben auch eine Qualität. Seine erste wirklich gute Aktion hatte er bei seinem blitzsauberen Abschluss zum zwischenzeitlichen 2:1, auch beim 3:3 hatte er mit einer perfekten Flanke für Gregoritsch seine Beine im Spiel. Dafür unterirdisches Defensivverhalten vor dem 2:3.
MARKO ARNAUTOVIC
45 Minuten
Ob Genie oder Glück - es ist schlussendlich egal, der Ball ging zum wichtigen 1:0 rein. Weniger genial war sein Ellbogenschlag gegen Mandi gleich zu Beginn des Spiels, welcher durchaus mit einer anderen Kartenfarbe geahndet hätte werden können. Bis auf sein Tor bis zur (wohl verletzungsbedingten) Auswechslung in den allermeisten Aktionen eher unglücklich.
MICHAEL GREGORITSCH
ab der 46. Minute, Assist
Einmal mehr avancierte er zu Österreichs Retter in höchster Not. Zwar wurde ihm eine Kopfballvorlage sicher schonmal schwerer gemacht, als vor dem 3:3 - trotzdem muss man erstmal so wichtig zur Stelle sein und in einem so schwierigen Moment die Übersicht behalten. Bereits vor dem 3:2 ließ er clever für Sabitzer durch.
FLORIAN GRILLITSCH
ab der 46. Minute
Sollte etwas Ruhe anstelle des diesmal etwas fahrigen Xaver Schlager reinbringen, was ihm auch gelang. Allerdings ebenfalls ein Opfer von dem, was sich fußballerisch in Halbzeit zwei (eben nicht) abspielte.
PAUL WANNER
ab der 46. Minute
Mit sehr wenigen Ballaktionen nach seiner Einwechslung - was mit Sicherheit aber auch daran liegt, dass in Halbzeit zwei nur über kurze Phasen ernsthaft Fußball gespielt wurde.
KEVIN DANSO
ab der 62. Minute
Kam diesmal wieder von der Bank, und zwar anstelle des angeschlagenen David Alaba, verbuchte auch gleich eine Kopfballchance. Über die meiste Zeit allerdings defensiv nicht gefordert, weil Algerien lange nicht sehr interessiert daran war, ein Tor zu erzielen. Als dieses dann dennoch fiel, passierte es nicht über seine Seite.
SASA KALAJDZIC
ab der 95. Minute, Tor
Eigentlich ein klarer Fall für "zu kurz eingesetzt". Heute wird diese Regel gebrochen. Er ist der Hauptgrund, warum Österreich noch in diesem Turnier dabei ist. Erster Ballkontakt, ein perfekt gesetzter Kopfball – und eine ganze Nation jubelt.