Neues Stadion? - Pröll: "Wir müssen einen Zahn zulegen"
ÖFB-Präsident Josef Pröll macht Druck im Stadion-Dilemma. Nach den Eindrücken von der WM in den USA sieht er Österreich bei der Infrastruktur gefordert.
Die Diskussion um ein neues Nationalstadion in Österreich geht in die nächste Runde. ÖFB-Präsident Josef Pröll fordert nun mehr Tempo bei der Umsetzung einer modernen Multifunktionsarena.
Im Interview mit der "Presse" betont der 57-Jährige nach den Eindrücken der WM in den USA die Bedeutung zeitgemäßer Infrastruktur: "Gott sei Dank waren Kanzler Christian Stocker und Vizekanzler Andreas Babler in den USA dabei und haben natürlich auch Eindrücke aus den Stadien mitgenommen."
Für Pröll ist klar: Österreich müsse seine Bemühungen verstärken. "Wir haben das Thema diskutiert und ich werde es mit dem Teamchef, anderen Verbänden und mit Konzertveranstaltern vorantreiben. Ich will, dass wir einen Zahn zulegen!"
"Österreich braucht eine multifunktionale Arena"
Die Forderung nach einem neuen Stadion ist nicht neu. Auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für eine moderne Heimstätte des Nationalteams starkgemacht. Das Ernst-Happel-Stadion gilt mittlerweile als veraltet und entspricht laut Kritikern nicht mehr den Anforderungen des modernen Sports.
Pröll sieht in einer neuen Arena nicht nur einen Vorteil für den Fußball, sondern für den gesamten Sportstandort Österreich: "Man sieht klar, was Infrastruktur Menschen bringt und wie sie Sport auf eine neue Ebene heben kann."
Politik weiter gefordert
Der Bau einer Multifunktionsarena, die auch als Nationalstadion dienen könnte, scheiterte bislang vor allem an politischen Hürden. Pröll will nun neue Bewegung in die Diskussion bringen.
"Österreich muss sich in Richtung einer Sportnation entwickeln. Dazu braucht es Infrastruktur, aber auch Bewegungsideen für Kinder", erklärt der ÖFB-Präsident.