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Was sich das ÖFB-Team selbst vorwirft

Ralf Rangnick und Co. sind grundsätzlich zufrieden mit dem Auftritt gegen Argentinien. Doch zwei Dinge nerven.

"Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben uns vom Ergebnis her etwas anderes vorgestellt", sagt Nicolas Seiwald.

Das Selbstbewusstsein des ÖFB-Teams bedingt, dass sich die Kicker auch gegen Weltmeister Argentinien etwas ausrechnen.

"Trotzdem reicht es nicht ganz"

Doch Argentinien hat die Mittags-Partie in Dallas mit 2:0 für sich entscheiden können. Klare Angelegenheit war es keine.

"Wir haben gut dagegengehalten, trotzdem reicht es nicht ganz", so das Fazit Seiwalds.

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Während das Ergebnis freilich keine Jubelstürme auslöst, sind die ÖFB-Kicker mit ihrem Auftritt gegen Lionel Messi und Co. durchaus zufrieden.

"Da hat Argentinien nicht gewusst, was sie machen sollen."

Nicolas Seiwald

"Wir haben versucht, gegen den Ball wirklich dagegenzuhalten und mit dem Ball mutig zu sein. Über weite Strecken der zweiten Halbzeit haben wir unser Spiel auf den Platz bringen können und auf den Lucky Punch gehofft. Wenn das Spiel 1:1 ausgeht, darf sich keiner aufregen - obwohl die klareren Chancen sicherlich bei Argentinien waren", sagt David Alaba.

Genervte Argentinier

Auch Teamchef Ralf Rangnick attestiert: "Über weite Strecken war das ein Auftritt, wie wir es uns vorgenommen haben."

"Eklig" wolle man sein, meinte Konrad Laimer vor dem Spiel. Und tatsächlich hatte man die meiste Zeit der Partie nicht den Eindruck, die Argentinier hätten Spaß an dem, was sie da taten.

Seiwald: "Es war unser Ziel, nervig zu sein, in die Zweikämpfe reinzukommen und ihnen so den Stecker zu ziehen. Das haben wir teilweise geschafft. Da hat Argentinien nicht gewusst, was sie machen sollen, haben Bälle ins Out gespielt."

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Torchancen waren Mangelware
Foto: ©IMAGO / Xinhua

Doch in der Offensive fehlte den Österreichern die Durchschlagskraft, um wirklich gefährlich zu werden.

Rangnick hat sich mehr Weitschüsse gewünscht

"Ich hätte mir in der einen oder anderen Situation noch ein bisschen mehr den Mut gewünscht, mal aus der zweiten Reihe abzuziehen", sagt Rangnick und erinnert an Romano Schmids Weitschusstor zur Führung gegen Jordanien.

Stürmer Michael Gregoritsch gibt sich selbstkritisch: "Es hat sehr vieles gepasst, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen, nur haben wir den einen oder anderen Moment verpasst, um zum Abschluss zu kommen und ein Tor zu schießen."

Defensiv gab es indes fast über die ganze Partie hinweg nichts zu bemängeln. Aber eben nur fast.

Ärger über einen späten Konter

Denn in der Nachspielzeit fing sich das ÖFB-Team dann doch noch einen Konter ein, den Messi erfolgreich abschließen konnte.

Rangnick ärgert sich: "Wir hatten drei Mal die Möglichkeit, den Ball vor das gegnerische Tor zu flanken bei nur noch einer Minute Spielzeit. Die ersten zwei Mal haben wir es leider nicht gemacht, beim dritten Mal war es die schlechteste Variante, den Gegner abzuschießen und ihm dadurch eine Konterchance zu geben. Da waren wir schon ein bisschen selbst schuld."

Theoretisch könnte die Tordifferenz am Ende über den Aufstieg in die K.o.-Phase entschieden.

"Das Tor dürfen wir nicht kriegen! Das ist ärgerlich, weil es den Ausschlag geben kann", knirscht Gregoritsch mit den Zähnen.

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