ALEXANDER SCHLAGER
90 Minuten
Was für eine Achterbahn der Gefühle für den Salzburger Schlussmann! Nur ganz wenige Torleute dieser Erde können von sich behaupten, einen Lionel Messi so sehr verunsichert zu haben, dass dieser einen Elfmeter verschießt. Auch kurz darauf bei einer Alaba-Rettungsaktion hellwach. Etwas unglücklich sah er hingegen vor einer Messi-Chance nach einer guten halben Stunde aus. Bei Messis Schuss zum 1:0 gegen seine Laufrichtung war er machtlos, vor dem 2:0 hätte er sogar noch glänzend gegen Julian Alvarez gerettet.
STEFAN POSCH
67 Minuten, Gelb
Der Steirer ist ein harter Hund, nicht viele würden sich mit einem gebrochenen Kiefer so reinhauen. Leider war der Mainz-Legionär in einigen Situationen sogar etwas zu übermotiviert - so verschuldete er Messis verschossenen Elfer und holte sich nach einem völlig unnötigen Rempler gegen Almada Gelb ab. Auch deshalb nach 67 Minuten ausgetauscht.
KEVIN DANSO
90 Minute
Ein diesmal nicht ganz so überzeugender Auftritt wie noch als Joker gegen Jordanien - wobei die Aufgabe freilich ungleich schwerer war. Der England-Legionär gewann nur einen seiner fünf Bodenzweikämpfe und streute den ein oder anderen leichtfertigen Ballverlust ein. Kurz vor Schluss rettete er allerdings auch stark gegen Nico Gonzalez.
DAVID ALABA
67 Minuten
Die muskulären Probleme waren nicht so schlimm - zum Glück! Der ÖFB-Kapitän war in sehr vielen Momenten Österreichs letzter Retter und hatte Messi so gut im Griff, wie man einen Messi eben im Griff haben kann. Zudem spielte er viele wertvolle scharfe Pässe in die Spitze, die zumindest im Ansatz für Gefahr sorgen hätten können. Nach rund 67 Minuten war die Kraft dann zu Ende.
KONRAD LAIMER
90 Minuten, Gelb
Der Salzburger ist einer der besten Außenverteidiger der Welt, das hat er nun auch auf dieser Bühne bewiesen. Eine gewohnt bissige, laufstarke und auch mit viel Offensivdrang versehene Leistung, die trotz vieler guter Aktionen leider nicht so richtig gekrönt wurde. In der Schlussphase sah er eine eher lächerliche Gelbe Karte.
NICOLAS SEIWALD
90 Minuten
Ein selbst für seine Verhältnisse recht unauffälliger, wenngleich erneut wertvoller Auftritt des Kuchlers. Im Spielaufbau ließ er wie gewohnt zwischen die Innenverteidiger zurückfallen, ansonsten nicht viel am Ball. Immerhin ein starkes Tackling gegen Messi nach einer guten halben Stunde konnte er verbuchen. Das 2:0 hätte er beinahe noch verhindert, sein Fehlpass war es aber auch, der überhaupt zum Konter führte.
XAVER SCHLAGER
90 Minuten
Schon nach wenigen Minuten im Pech, dass ihn Posch um ein starkes Tackling gegen Messi brachte. Vor dem 1:0 von Mac Allister schließlich gefoult - zumindest war man sich im ÖFB-Lager dessen sicher. Durchgang eins ansonsten eher nicht seiner, dafür in Halbzeit zwei umso präsenter. Der Dauerläufer war einer der Hauptgründe, warum Österreich nach Seitenwechsel deutlich besser im Spiel war.
ROMANO SCHMID
78 Minuten
In Durchgang eins gar nicht im Spiel und mit kaum Ballberührungen, nach Seitenwechsel deutlich besser eingebunden. Speziell direkt nach Wiederanpfiff glänzte er mit gleich zwei Balleroberungen, aus denen - wie so oft - schlussendlich nichts wurde. Der offensive Impact des Steirers blieb diesmal aber aus.
PAUL WANNER
68 Minuten
Der Jüngste am Spielfeld, der aber von Beginn an keinen Respekt vor dem Weltmeister zeigte; gleich nach wenigen Minuten stellte er frech den "Popsch" gegen Messi rein. Zu Beginn an vielen Offensivaktionen Österreichs beteiligt, dann leider immer weniger. Anzukreiden ist ihm, Messi vor dem 1:0 nur hinterhergetrabt zu sein. Wurde im Rahmen des Dreifachtauschs ausgewechselt.
MARCEL SABITZER
90 Minuten
Auch im 100. Länderspiel wie gewohnt der Antreiber über links, der einige gute Ideen, aber oftmals zu wenig Glück bei der Ausführung dieser hatte. So auch bei seinem stark getretenen Direktfreistoß nach rund 55 Minuten, der schlussendlich Österreichs einzige wirklich gefährliche Aktion bleiben sollte. Damit reißt auch seine Scorer-Serie.
MICHAEL GREGORITSCH
85 Minuten
Der Quali-Held bekam diesmal den Vorzug gegenüber den anderen ÖFB-Stürmern - aufgrund seiner Pressingqualitäten. Diese stellte er von Beginn weg zur Schau, teilte in den Zweikämpfen aus - musste aber auch einstecken. Legte viel und gut für die Mitspieler ab, die Offensivaktionen blieben bis zur Auswechslung aber fast gänzlich aus.
MARKO ARNAUTOVIC
ab der 68. Minute
Leider ein diesmal konträrer Joker-Einsatz zu jenem gegen Jordanien. Es dauerte über 20 Minuten, bis Österreichs Rekordinternationaler seinen ersten Ball berührte. Folglich konnte er auch gar keine Gefahr ausstrahlen.
Alexander Prass
ab der 68. Minute
Kam im Rahmen des Dreifachtauschs ins Spiel, um mit seinem starken linken Fuß gefährliche Bälle zur Mitte zu bringen. Dies probierte der Oberösterreicher auch das ein oder andere Mal, allerdings ohne großen Erfolg. Kurz vor Schluss blockte er auf wichtige Weise einen Abschluss von Enzo Fernandez ab.
Marco Friedl
ab der 68. Minute
Kam in einer Phase ins Spiel, in der die Argentinier nicht mehr so recht um weitere Tore bemüht waren. Entsprechend wenig in der Defensive geprüft, dafür mit dem ein oder anderen guten Vorstoß. Beim 2:0 konnte er nichts ausrichten.
PATRICK WIMMER
ab der 78. Minute
Hatte kurz vor Schluss eine gute Kopfballchance, für eine Benotung aber zu kurz eingesetzt
CARNEY CHUKWUEMEKA
ab der 85. Minute
Sollte Österreichs Schlussoffensive beleben, für eine Benotung zu kurz eingesetzt.