Und dann gab es auch noch die Rote Karte für Konrad Laimer nach 38 Minuten - die übrigens für die WM keine Auswirkungen haben wird.
"Wenn es streng nach dem Regelwerk geht, kann man dafür vielleicht Rot zeigen", knirscht Rangnick über den Ausschluss gegen den Bayern-Legionär für ein Handspiel als letzter Mann.
Wobei der Deutsche im Endeffekt sogar fast froh darüber war: "Es war ganz gut, dass wir auf so eine Probe gestellt worden sind. Das kann bei der WM ja auch mal passieren, dass du so eine Rote Karte kriegst."
War sich Tunesien zu sicher?
Trotz - oder womöglich sogar wegen - der Unterzahl habe Österreich gezeigt, "dass wir in der Lage sind, so einen technisch starken Gegner wie Tunesien zu dominieren", so Rangnick.
Die Gäste hätten nach dem Ausschluss in der Pausenbesprechung womöglich gedacht: "Jetzt sind wir einer mehr, technisch sind wir eh gut, jetzt spielen wir sie halt ein bisschen aus", mutmaßt der 67-Jährige.
Tatsächlich kam es aber ganz anders: "Da haben unsere Jungs halt nicht mitgemacht. Das lag auch ein Stück weit an unserer Spielweise. Ich habe den Jungs in der Pause gesagt: 'Lasst uns ein bisschen weiter hinten attackieren, eher im Mittelfeldpressing, und trotzdem unsere Chancen nach vorne suchen.'"
"Das spricht für den Charakter der Mannschaft"
Gesagt, getan: Das ÖFB-Team ließ über den gesamten zweiten Durchgang kaum mehr etwas zu und fand trotz numerischer Unterlegenheit mehrere Torchancen vor, von denen Marcel Sabitzer eine zum Goldtreffer nutzen konnte.
"Das spricht für den Charakter der Mannschaft, wir haben uns nicht verunsichern lassen", zieht der zu diesem Zeitpunkt schon ausgewechselte Philipp Lienhart den Hut vor seinen Teamkollegen.
Rangnick sagt: "Die erste Halbzeit war nicht so gut, dafür die zweite umso besser. Das war ein richtig guter Test, was Dagegenhalten, was Resilienz angeht."