ALEXANDER SCHLAGER
90 Minuten
Hatte mit den schussgewaltigen Tunesiern seine Probleme. Bei einem Freistoß an die Latte wäre er nicht mehr rangekommen, weil er den Ball falsch einschätzte (12.), bei einem Abschluss aus kurzer Distanz rettete die Stange für den chancenlosen Schlager (18.). Auch ein zweiter Freistoß in Minute 38 knallt ans Aluminium, Schlager hätten da ebenfalls wieder Zentimeter gefehlt.
Konnte in Minute 39 dann mal einen Ball abwehren, wirkte nach der Pause dann gefestigter. In Summe aber ein zu unsicherer Auftritt.
STEFAN POSCH
80 Minuten, ein Assist
War der beste Österreicher am Platz. In der Arbeit nach hinten gegen Hannibal gefordert, meisterte die Challenge aber. Nach vorne mit viel Betrieb über die rechte Seite, lieferte immer wieder gefährliche Hereingaben - und assistierte Sabitzer zum 1:0.
Schrammte nur knapp am eigenen Torerfolg vorbei, wurde bei einem Abpraller von der Stange überrascht und traf nur die Latte, kam nach Vorlage von Chukwuemeka nicht zum Abschluss (76.).
PHILIPP LIENHART
45 Minuten
Ließ hinten nicht wirklich etwas anbrennen, im Zusammenspiel mit Nebenmann Alaba sicher. Im Offensivspiel in Minute 14 unsauber auf Posch, ansonsten kaum mit nennenswerten Aktionen.
DAVID ALABA
45 Minuten
Spielte eine unaufgeregte Halbzeit, wurde aber auch nicht wirklich gefordert. Tunesiens Offensive versuchte es nicht über seine Halbseite.
KONRAD LAIMER
37 Minuten, Rote Karte
Über seine linke Abwehrseite ging bei den Tunesiern wenig, weil der umtriebige Hannibal Mejbri auf der Gegenseite wuselte. Im Spiel nach vorne fand der Bayern-Legionär mit seinen Flanken nicht annähernd die Mitspieler.
Für seine auffälligste Aktion - einen mit dem Arm abgewehrten Chipball zwischen die Kette - sah Laimer nach VAR-Check Rot statt Gelb, korrekte Entscheidung. Ein Spiel, das man besser schnell vergisst.
NICOLAS SEIWALD
90 Minuten
In Hälfte eins - wie auch Xaver Schlager - etwas von der Rolle. In Unterzahl in Hälfte zwei wirkte das Zentrum dann besser besetzt, Seiwald wieder mit starker Passquote (93 Prozent) und vielen Ballberührungen (65).
XAVER SCHLAGER
62 Minuten
In der ersten Halbzeit wirkte der Mittelfeldspieler nicht wirklich souverän, verzettelte sich, kam meist den berühmten Schritt zu spät. Auch im Zusammenspiel mit Nebenmann Seiwald wirkte die Raumbesetzung nicht optimal.
In Halbzeit zwei dann etwas besser, unter anderem mit gutem Zuspiel auf den eingewechselten Kalajdzić (49.).
ROMANO SCHMID
45 Minuten
War einer der aktiveren Österreicher in Hälfte eins. Beackerte mit Stefan Posch die rechte Angriffsseite, zog das Spiel immer wieder in die Breite, war anspielbar und versuchte, anzukurbeln.
MICHAEL GREGORITSCH
45 Minuten
Ersetzte ungeplant Christoph Baumgartner, der sich beim Aufwärmen verletzt hatte. Startete mit einem guten Zuspiel in die Partie, hatte in weiterer Folge aber kaum mehr Aktionen.
MARCEL SABITZER
90 Minuten, ein Tor, Gelbe Karte
Ambivalente Partie des BVB-Spielers, der Österreich in Hälfte zwei als Kapitän auf's Feld führte. Verzeichnete den ersten Abschluss der Partie (4.) und dann lange nichts mehr. Traf dann aber zum 1:0, war nach dem Tor gefühlt überall - und verpasste in der Nachspielzeit sogar noch den zweiten Treffer nach einem Solo knapp.
MARKO ARNAUTOVIĆ
45 Minuten
Nahm in seinem wohl letzten Auftritt im Happel-Oval überhaupt nicht am Spiel teil. Hatte 13 Ballberührungen, brachte fünf von neun Pässen an den Mann, war aber weitestgehend unsichtbar - und überhaupt kein Faktor. Das Offensivspiel in Hälfte eins fand aber auch abgesehen von ihm nicht wirklich statt.
CARNEY CHUKWUEMEKA
ab 46. Minute
Brachte mit seiner Einwechslung - trotz Unterzahl - Offensivgefahr ins Spiel. Bediente Posch mit einer starken Aktion im gegnerischen Sechzehner, zog in der Nachspielzeit eine Gelbe. Wenn er am Ball ist, kann schnell Gefahr entstehen.
PHILLIPP MWENE
ab 46. Minute
Spielte seinen Stiefel runter, ohne groß aufzufallen. Überzeugt in seiner Konstanz.
SAŠA KALAJDZIĆ
ab 46. Minute
Konnte vieles zeigen, was Arnautović vermissen ließ. Rasch nach der Einwechslung verpasste er mit seinem Abschluss nur knapp die Führung. War ansonsten sehr präsent und fungierte als Wandspieler, war lästig zu den Tunesieren - und eroberte sich so in der Nachspielzeit einen Ball, der zur Großchance wurde.
KEVIN DANSO
ab 46. Minute, Gelbe Karte
Ähnlich stabil wie die zwei Herren, die in der Innenverteidigung begannen. Ließ nichts anbrennen, kochte den Gegenspieler kurz vor Schluss im eigenen Strafraum komplett humorlos ab. Zuvor aber etwas zu rustikal gegen Hannibal, das gab Gelb (77.).
MARCO FRIEDL
ab 46. Minute
Machte seine Sache sehr solide, hatte oft den Ball, suchte auch selbst die Offensivaktionen. Zirkelte einen Freistoß vorbei, traf nach einem Freistoß zudem nur die Stange - da war Pech dabei (66.).
PAUL WANNER
ab 62. Minute
Einfach ein guter Kicker. Wenn er den Ball hat, macht er etwas Sinnvolles mit ihm. Schoss in der Nachspielzeit aus der Distanz über das Tor. Brachte gemeinsam mit Chukwuemeka nach seiner Einwechslung Schwung rein.
ALEXANDER PRASS
ab 80. Minute
Wurde erst in der Schlussphase eingetauscht, spielte zu kurz für eine Bewertung.