Österreich Österreich AUT
Jordanien Jordanien JOR
Endstand
3:1
1:0 , 2:1
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Romano Schmid: Was er nach dem Tor fast vergaß

Der Steirer machte es Ivo Vastic nach. Das überrascht weder ihn, noch seine Mitspieler. Der Torjubel war dann fast misslungen.

Nach 10.222 Tagen ist das lange Warten zu Ende. Österreich hat nicht nur endlich wieder ein WM-Spiel bestritten, sondern auch ein WM-Tor erzielt.

Beim 1:2 gegen Italien in Paris traf Andreas Herzog per Elfmeter, beim 3:1 gegen Jordanien in Santa Clara schoss Romano Schmid (26) das ÖFB-Team in Führung.

Alaba war nicht überrascht

Es war ein sehenswerter Treffer, ein Weitschuss fast genau ins Kreuzeck. Das Tor im Video >>>

"Ein tolles Tor", nickt Kollege Konrad Laimer anerkennend.

Kapitän David Alaba ist alles andere als überrascht: "Dass er einen wirklich sehr, sehr guten rechten Fuß hat, sehe ich täglich im Training. Das Tor kommt nicht von ungefähr."

"Habe ich mir vorgenommen"

Schmid hat sich selbst mit dem Treffer offenbar auch nicht überrascht. Er verrät: "Ich habe mir heute vorgenommen, zu treffen. Ich habe mit meinen Jungs und meiner Familie davor sogar darüber gesprochen, dass ich ein Tor mache."

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"Als der Ball dann geflogen ist, habe ich mir gedacht, er muss sich schon sehr strecken, um den noch zu halten", sagt der Werder-Legionär.

Der Zweite nach Vastic

Als die Kugel im Netz einschlug, war er nach Ivica Vastic der erst zweite Österreicher, der bei einer Europameisterschaft und einer Weltmeisterschaft ein Tor erzielt hat. Am Ende des Spiels gelang dann auch noch Marko Arnautovic dieses Kunststück.

"Das gelingt nicht so vielen. Da bin ich schon stolz drauf", strahlt er, um danach gleich wieder den Teamplayer zu geben, "trotzdem ist es ein Mannschaftssport. Ich bin richtig glücklich, dass wir das heute gewonnen haben."

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Schmid fällt während des Torjubels ein, wohin er eigentlich wollte
Foto: ©IMAGO / ZUMA Press

Beim Torjubel stürmte Schmid zunächst in Richtung Cornerfahne, um kurz darauf Richtung Ersatzbank abzudrehen. Dort herzte er den verletzten Christoph Baumgartner.

Fast auf Baumgartner "vergessen"

Schmid lacht: "Ich habe mir das vorgenommen, aber meistens vergesse ich, was ich tun will, wenn ich ein Tor schieße. Zum Glück ist es mir dann noch eingefallen."

Das Warum ist schnell erklärt: "Er könnte genauso an der Stelle stehen wie ich gerade und hätte vielleicht das erste Tor für uns gemacht. Deswegen habe ich das Tor auch ein Stück weit ihm gewidmet."

Eine besondere Beziehung

Tage vor dem Spiel verriet der Steirer, dass er eine besondere Beziehung zu Baumgartner hat: "Er ist für mich persönlich ein sehr wichtiger Spieler. Er hat mich mit seiner Art und Weise in der ganzen Jugend geprägt. Er hat mir in schlechten Phasen viel gegeben."

Am Ende des Tages blieb der erfolgreiche Torschuss Schmids einziger im Spiel gegen Jordanien. Es hat gereicht, um eine ewig lange Durststrecke zu beenden.

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