"Einige Spieler haben eine Visitenkarte abgegeben."
Sonderlob für Danso und Friedl
Fest steht nach dem Tunesien-Match, dass Alexander Schlager als Nummer eins in die Endrunde gehen wird (hier nachlesen>>>).
Auch Stefan Posch, bei der WM-Quali nur in der Hälfte aller Spiele in der Startelf, darf sich nach einer Top-Leistung gute Chancen auf die zweite neben der von Konrad Laimer wohl fix besetzten Außenverteidiger-Position ausrechnen.
David Alaba ist, wenn fit, in der Innenverteidigung freilich gesetzt. Neben ihm startete gegen Tunesien Philipp Lienhart, statt dem Freiburg-Legionär wurde zur Pause Kevin Danso eingewechselt - für den es nach Spielende, genau wie für den ebenfalls eingewechselten Marco Friedl, Sonderlob von Rangnick gab.
Rangnick über Chukwuemeka und Wanner: "Nicht ganz so schlecht"
Im Mittelfeld sind Nicolas Seiwald und Marcel Sabitzer unumstritten, dasselbe gilt für Christoph Baumgartner, wenn er fit wird. Auf den restlichen Positionen gibt es noch das ein oder andere Fragezeichen.
So hob der Teamchef die für die normalerweise gesetzten Xaver Schlager und Romano Schmid eingewechselten Carney Chukwuemeka und Paul Wanner besonders hervor: "Was Carney und Paul heute gespielt haben, war schon nicht ganz so schlecht."
Kalajdzic betrieb Eigenwerbung
Im Sturm erwischte Marko Arnautovic diesmal einen seiner schwächeren ÖFB-Abende, auch der als hängende Spitze aufgebotene Michael Gregoritsch hat schon bessere Spiele für Österreich absolviert.
Dafür konnte auch auf dieser Position ein Einwechselspieler glänzen:
Sasa Kalajdzic nahm seine Traumform vom LASK ins ÖFB-Team mit, sicherte viele weite Bälle und erzielte kurz nach seiner Einwechslung beinahe sein erstes Länderspieltor seit dem EURO-Achtelfinale 2021 gegen Italien. Der baumlange Wiener wäre im schlimmen Fall einer Baumgartner-Verletzung auch auf der Zehn eine Option.
"Kein Zufall, dass die zweite Halbzeit so ausgeschaut hat"
Generell sagt Rangnick über seine Joker: "In der zweiten Halbzeit haben einige Spieler richtig aufgezeigt, das muss man einfach sagen. Es war ja kein Zufall, dass die zweite Halbzeit so ausgeschaut hat, sondern hat damit zu tun gehabt, wie die Jungs es dann gemacht haben. Weil Tunesien hat ja grundsätzlich nicht anders gespielt."
Der Deutsche betont: "Das hat schon auch mit den Spielern zu tun gehabt, die dann in der zweiten Halbzeit gespielt haben. Einige Spieler haben eine Visitenkarte abgegeben."
Er habe "einige wichtige Erkenntnisse" gewonnen, die er mit nach Übersee nehmen werde, so Rangnick weiter. In den zwei Trainingswochen vor dem Auftaktspiel gegen Jordanien sollen daraus die richtigen Schlüsse gezogen werden.
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Internes Testspiel als Entscheidungshilfe
Ein eigentlich für 10. Juni geplantes Testspiel gegen Guatemala in Pasadena, Kalifornien, fiel bekanntlich ins Wasser, worüber Rangnick nach wie vor alles andere als traurig ist.
"Ich bin froh, dass dieses Testspiel nicht stattfindet, weil wir heute einen gewissen Preis für ein Testspiel zahlen mussten", so Rangnick in Anspielung auf die Verletzungen von Baumgartner und Alaba.
Stattdessen werde rund um dieses Datum ein ÖFB-internes Testspiel stattfinden, "wo wir die Dauer selbst entscheiden können", erklärt der Teamchef.
Der nun, rund zwei Wochen vor Österreichs Turnierstart, auf gleich mehreren Positionen vor der Qual der Wahl steht.