Wöber: "Ich würde auch Mittelstürmer spielen"

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Man kann getrost von einer denkwürdigen Nationalteam-Woche sprechen.

Während vielerorts hauptsächlich die unstrittene Ablöse von Willi Ruttensteiner und die Umstände der Bestellung von Peter Schöttel zum Nachfolger in Erinnerung bleiben werden, wird diese Woche für Maximilian Wöber aus sportlichen Gründen denkwürdig bleiben.

Immerhin darf sich der Ajax-Legionär seit seinem Länderspiel-Debüt am Freitag beim 3:2 gegen Serbien offiziell A-Teamspieler nennen.

Dabei machte der 19-Jährige als Linksverteidiger eine gute Figur und kann sich diese Rolle auch in Zukunft vorstellen, wobei er betont: "Wenn man die Chance hat, im Nationalteam zu spielen, spiele ich von mir aus auch Mittelstürmer."

Wöber gehört die Zukunft

Auch im Angriff hatte das ÖFB-Team in dieser Qualifikation Probleme, aber kein Vergleich mit jenen auf der Linksverteidiger-Position, wo Teamchef Marcel Koller nach dem Rücktritt von Christian Fuchs keine zufriedenstellende Lösung aus dem Hut zaubern konnte.

"Ich habe die Position trocken herunter gespielt und nicht viel anbrennen lassen", findet Wöber und sieht sich auch für die im November unter neuer sportlicher Leitung startende ÖFB-Ära in keiner schlechten Ausgangsposition:

"Ich denke schon, dass mir einmal die Zukunft gehören wird. Ich werde einfach weiterkämpfen. Wenn ich meine Chance bekomme, werde ich sie nützen und alles dafür geben. Wenn ich mich reinhaue, kann ich es im Endeffekt eh nicht beeinflussen. Entscheiden wird der Trainer - je nachdem wer kommt. Ich kann mich nur empfehlen."

Emotionen bei der Hymne

Das Serbien-Spiel war eine Empfehlung, wenn man von der Szene vor dem ersten Gegentor absieht, als Wöber per Kopf nicht gut genug klären konnte: "Ich habe gesehen, dass hinter mir einer ist. Deswegen habe ich ihn nicht nach hinten scherzeln können. Um ihn in die andere Richtung rauszuköpfeln, aus der die Flanke gekommen ist, war er zu hoch. Daher wollte ich schräg nach außen klären, habe ihn aber nicht gut erwischt. Dann geht er irgendwie halbvolley rein. Das muss ich natürlich besser klären."

Der Sieg ließ diese Wunde tendenziell heilen. Genauso wie die Emotionen bei der Hymne, die der gelernte Innenverteidiger erstmals als A-Teamspieler auf dem Feld genießen durfte.

"Irgendwo auf der Tribüne sieht man die Eltern und erinnert sich: Vor eineinhalb Jahren bin ich selbst noch irgendwo auf der Tribüne oder vorm Fernseher gesessen und habe gesehen, wie die Kamera bei der Hymne durchschwenkt. Das ist ein Moment, den ich nie vergessen werde und genossen habe. Beim Anstoß ist man dann sowieso voll fokussiert, die Nervosität fällt dann ab", schildert der Ex-Rapidler.

Erinnerungen an Valencia

Alles in allem erinnerte Wöber sein ÖFB-Einstand an seine Premiere bei den Hütteldorfern, wie er grinsend zu Protokoll gibt: "Ich hatte schon ein bisschen die Erinnerung an Rapid gegen Valencia - nur mit einem positiven Ende."

Im Februar 2016 wurde er in der Europa League gegen Valencia ins kalte Wasser geworfen - ebenfalls als Linksverteidiger. Damals endete die Partie mit 0:4.



Textquelle: © LAOLA1.at

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