Marko Arnautovic: "Es kann auch 9:1 ausgehen"

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Am Ende hatte Marko Arnautovic doch noch allen Grund zum Lachen.

Zwischenzeitlich schimpfte er laut Valentino Lazaro beim 4:1-Triumph Österreichs in Nordmazedonien schon wie ein Rohrspatz wegen der vergebenen Chancen - und er selbst hatte mit zwei vergebenen Sitzern durchaus seinen Anteil an der lange Zeit schwachen Effizienz.

"Chancen hatten wir wieder genug", klagt der West-Ham-Legionär, "wenn alle reingehen, kann es auch 9:1 ausgehen. Es war ein bisschen frustrierend, aber ich habe weiter an die Mannschaft geglaubt. Ich habe den Spielern auch immer wieder gesagt, wir müssen weiter und weiter spielen. Wenn das erste Tor fällt, wird auch das zweite und hoffentlich auch das dritte und vierte fallen. So war es dann auch."

Ein Kapitän soll nicht sauer sein

Der 30-Jährige, der das ÖFB-Team in seinem 81. Länderspiel zum dritten Mal als Kapitän auf das Feld führte, erzielte das zweite Tor, indem er Verantwortung übernahm und per Elfmeter traf. Später legte er auch den dritten Treffer in rot-weiß-rot nach.

Dass er davor ein wenig am Schimpfen war, bestätigt Arnautovic: "Auf jeden Fall. Ich hatte auch meine Chancen, die ich vergeben habe. Ich war natürlich sauer auf mich selbst."

"Ich hatte heute die Kapitäns-Schleife, und da sollte ich normalerweise den Spielern zeigen, dass ich nicht sauer bin, keine Emotionen habe, sondern dass es weiter geht und wir einfach probieren müssen, die Tore zu machen und zu siegen."

Doch mit der Schleife am Arm versuchte er als Vorbild aufzutreten: "Es bringt nichts so zu denken. Ich hatte heute die Kapitäns-Schleife, und da sollte ich normalerweise den Spielern zeigen, dass ich nicht sauer bin, keine Emotionen habe, sondern dass es weiter geht und wir einfach probieren müssen, die Tore zu machen und zu siegen. Ich denke, das habe ich dann auch gezeigt. Ich habe in der Halbzeit auch noch mal in der Kabine mit den Leuten gesprochen. Es nutzt ja nix! Wir müssen das abhaken, wir haben Chancen vergeben und Gott sei Dank haben wir es zweite Halbzeit hinbekommen."

Und das definitiv verdient. "Überragend! Wir haben dominiert und waren klar die bessere Mannschaft", betont der Wiener, "wir sind glücklich, dass wir in zwei Spielen sechs Punkte gemacht haben. Wir sind wieder voll dabei!"

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Polster und Krankl werden "ein bisschen nervös" sein

In Richtung Medienvertreter meint er: "Ihr alle habt an uns gezweifelt nach den ersten zwei Spielen, die wir veroren haben. Ich habe euch gesagt, wir werden wieder zurückkommen, und wir sind zurückgekommen. Jetzt wollen wir natürlich weiter machen und weiter siegen."

Schon beim 2:4 in Israel erzielte Arnautovic beide ÖFB-Treffer, in Skopje gelangen ihm seine Länderspiel-Tore Nummer 23 und 24, womit er nun in der ewigen ÖFB-Rangliste die Top 10 geknackt hat und auf Rang neun liegt.

Ganz vorne befinden sich mit Toni Polster (44 Tore) und Hans Krankl (34) zwei Stürmer-Legenden. Ob die nun zittern müssten?

"Daran denke ich nicht. Das einzige, woran ich denke, ist der Mannschaft zu helfen, zur EURO zu fahren. Das ist noch ein weiter und harter Weg, wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Das mit den Toren ist mir reichlich egal. Wahrscheinlich sind die, die vorne liegen, ein bisschen nervös, aber das brauchen sie nicht sein, denn ich mache mir keine Sorgen, ob ich die Leute da oben einhole oder nicht. Ich will einfach nur für die Mannschaft alles geben."

Sind die wilden Jahre vorbei?

Alles geben will Arnautovic wieder nach seinem Urlaub, den er mit seiner Familie beziehungsweise jener seiner Frau verbingen möchte:

"Ich bin einfach nur froh, jetzt nach zehn Tagen meine Kinder und meine Frau wiederzusehen und eine schöne Zeit mit ihnen zu verbringen. Aber ich muss weiter an mir arbeiten. Ich bin nicht mehr 21 so wie Xaver Schlager. Ich bin inzwischen schon ein bisschen älter und muss auf meinen Körper schauen. Aber ich werde den Urlaub natürlich auch genießen."

Ob das hieße, dass seine wilden Jahre vorbei sind? Arnautovic grinst: "Da waren nie wilde Jahre, die habt nur ihr wild gemacht."

Nordmazedonien - Österreich 1:4

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