"Man hat gesehen, dass er noch gewisse Probleme hatte, was die Intensität und die Körperlichkeit des Spiels angeht."
Rangnick hat eine Erklärung dafür: "Wir haben uns relativ früh entschieden, dass wir nur mit einer Spitze beginnen. Kalajdzic hat überragend trainiert, es war logisch, ihn beginnen zu lassen. Man hat gesehen, dass er noch gewisse Probleme hatte, was die Intensität und die Körperlichkeit des Spiels angeht."
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Da sei es dann logisch gewesen, Arnautovic zur Pause einzuwechseln, sagt Rangnick. "Nach 30 Minuten ist der Trainer zu mir gekommen und hat gesagt, ich komme in der Halbzeit rein", verrät Arnautovic.
"Legende" Posch und die Minuten des Marko A.
Der Routinier hatte dann auch einen Impact aufs ÖFB-Spiel, war sehr aktiv und jubelte in der 67. Minute auch über das 2:1. Allerdings nur kurz, der VAR erkannte ein Handspiel von Stefan Posch in der Entstehung und erkannte das Tor wieder ab.
Romano Schmid lacht: "Der Poschi ist eine Legende! Er sagt: 'Ich hab ihn nicht mit der Hand berührt, ich hab nix gespürt!' Keine Ahnung, wie er das nicht spüren kann."
Wenig später bedrängt Arnautovic dann bei einem Corner Yazan Abu Al-Arab derart, dass dieser das Leder ins eigene Tor beförderte. Diesmal galt's.
Der Teamplayer
Und in der Nachspielzeit traf der Stürmer dann Jordaniens Obaid an der Hand, verwandelte den fälligen Elfmeter selbst.
"Natürlich bin ich sehr glücklich über das Tor", sagt der Wiener, "aber für mich ist die Mannschaft das Wichtigste."
Der Superstar hat sich längst zum Teamplayer entwickelt. Schlechte Laune ist bei persönlichen Rückschlägen nicht mehr angesagt.
"Ich will einfach alles geben"
"Ich freue mich über jede Minute, die ich am Platz stehe. Wenn du auf der Ersatzbank sitzt, ist es nie ein schönes Gefühl, aber ich bin trotzdem da, um die Mannschaft zu unterstützen", erklärt er.
Es ist sein letzter Tanz im ÖFB-Trikot. "Ich will einfach alles geben", sagt er.
Dass das allen Zweifeln zum Trotz immer noch sehr viel ist, hat Marko Arnautovic gegen Jordanien wieder einmal bewiesen.
"Meine erste WM, meine Familie auf der Tribüne, Tor gemacht und gewonnen auch noch. Es gibt nichts Schöneres."