Österreich Österreich AUT
Jordanien Jordanien JOR
Endstand
3:1
1:0 , 2:1
NEWS

Arnautovic: Er ist da, wenn ihn Österreich braucht

Bei seinem letzten Tanz legt der Altstar immer noch eine flotte Sohle aufs Parkett. Wenn auch nicht von Anfang an.

Seine Zeit im ÖFB-Team sei jetzt dann aber endgültig vorbei.

Wie oft wurde das Marko Arnautovic schon nachgesagt? Bei der Installation Ralf Rangnicks als Teamchef. Vor der EURO 2024. Und jetzt wieder.

Er liefert

Doch der 37-Jährige liefert. Wieder und wieder und wieder.

So auch beim 3:1-Sieg zum WM-Start gegen Jordanien.

Verständnis für den Bank-Platz

Dabei war sein Start ins Turnier alles andere als gut. Nach einer schwachen Leistung im letzten Testspiel gegen Tunesien hatte sich schon abgezeichnet, dass er aus der Startelf fallen könnte.

Das passierte dann tatsächlich. Sasa Kalajdzic erhielt den Vorzug.

Österreichs Rekordspieler versteht: "Man muss klipp und klar sagen, dass Sasa es sich verdient hat, in der Startelf zu stehen. Er hat eine super Saison gespielt, ist gegen Tunesien gut reingekommen und hat die ganze Woche sehr gut trainiert. Ich bin sehr glücklich mit seiner Form, weil man weiß, wie oft er verletzt war."

Kalajdzic tat sich schwer

Kalajdzic fand dann auch tatsächlich gut in die Partie, ließ aber rasch nach und war gegen Ende der zweiten Hälfte kaum bis gar nicht mehr zu sehen.

"Man hat gesehen, dass er noch gewisse Probleme hatte, was die Intensität und die Körperlichkeit des Spiels angeht."

Rangnick über Kalajdzic

Rangnick hat eine Erklärung dafür: "Wir haben uns relativ früh entschieden, dass wir nur mit einer Spitze beginnen. Kalajdzic hat überragend trainiert, es war logisch, ihn beginnen zu lassen. Man hat gesehen, dass er noch gewisse Probleme hatte, was die Intensität und die Körperlichkeit des Spiels angeht."

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Da sei es dann logisch gewesen, Arnautovic zur Pause einzuwechseln, sagt Rangnick. "Nach 30 Minuten ist der Trainer zu mir gekommen und hat gesagt, ich komme in der Halbzeit rein", verrät Arnautovic.

"Legende" Posch und die Minuten des Marko A.

Der Routinier hatte dann auch einen Impact aufs ÖFB-Spiel, war sehr aktiv und jubelte in der 67. Minute auch über das 2:1. Allerdings nur kurz, der VAR erkannte ein Handspiel von Stefan Posch in der Entstehung und erkannte das Tor wieder ab.

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Zweifellos ein Herz für Österreich
Foto: ©GEPA

Romano Schmid lacht: "Der Poschi ist eine Legende! Er sagt: 'Ich hab ihn nicht mit der Hand berührt, ich hab nix gespürt!' Keine Ahnung, wie er das nicht spüren kann."

Wenig später bedrängt Arnautovic dann bei einem Corner Yazan Abu Al-Arab derart, dass dieser das Leder ins eigene Tor beförderte. Diesmal galt's.

Der Teamplayer

Und in der Nachspielzeit traf der Stürmer dann Jordaniens Obaid an der Hand, verwandelte den fälligen Elfmeter selbst.

"Natürlich bin ich sehr glücklich über das Tor", sagt der Wiener, "aber für mich ist die Mannschaft das Wichtigste."

Der Superstar hat sich längst zum Teamplayer entwickelt. Schlechte Laune ist bei persönlichen Rückschlägen nicht mehr angesagt.

"Ich will einfach alles geben"

"Ich freue mich über jede Minute, die ich am Platz stehe. Wenn du auf der Ersatzbank sitzt, ist es nie ein schönes Gefühl, aber ich bin trotzdem da, um die Mannschaft zu unterstützen", erklärt er.

Es ist sein letzter Tanz im ÖFB-Trikot. "Ich will einfach alles geben", sagt er.

Dass das allen Zweifeln zum Trotz immer noch sehr viel ist, hat Marko Arnautovic gegen Jordanien wieder einmal bewiesen.

"Meine erste WM, meine Familie auf der Tribüne, Tor gemacht und gewonnen auch noch. Es gibt nichts Schöneres."

Wie gut kennst du Marko Arnautovic?

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