Mourinho: "Jungs, geht auf ein Bier!"

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Auch Jose Mourinho kann den FC Liverpool auf seinem Weg zum allerersten Premier-League-Titel nicht aufhalten.

Am 22. Spieltag können "The Special One" und seine "Spurs" den Champions-League-Sieger zwar um den ersten Punktverlust seit zwölf Runden zittern lassen, am Ende muss sich aber auch Tottenham den "Reds" geschlagen geben (Spielbericht>>>).

Für Mourinho kein Grund zum Trauern, viel mehr ist er stolz auf sein knapp geschlagenes Team: "Wir waren sehr, sehr knapp dran. Ich kann über das Ergebnis traurig sein, aber ich kann nur stolz darauf sein, wie die Jungs mit der Situation umgegangen sind", erklärt er bei "Sky Sports".

Einwurf-Training war umsonst

Trotz eines Rückstands nach 37 Minuten kämpften die angeschlagenen "Spurs" lange gut dagegen und kamen in der 82. Minute in Form von Giovanni Lo Celso tatsächlich fast noch zum Ausgleich. Besonders ärgerlich ist für Mourinho aber der Gegentreffer, den Roberto Fimino im Anschluss an einen Einwurf erzielte:

"Gestern haben wir eine halbe Stunde trainiert, wie man Einwürfe verteidigt - und wir haben das Spiel wegen eines Einwurfs verloren, der noch dazu falsch gegeben wurde. Aber sonst habe ich nur Gründe, stolz auf die Jungs zu sein. Ich denke, wir hätten mehr in diesem Spiel verdient."

Für den Portugiesen ist es eine Genugtuung, Liverpool große Schwierigkeiten bereitet zu haben: "Wir hatten viele gute Torchancen, es war fantastisch, gegen ein so gutes Team anzutreten und das Gefühl zu haben, sie in Probleme zu bringen."

Klopp: "Verdienter Sieg, aber..."

Eine etwas anderes Fazit hat Jürgen Klopp nach der Partie bereit, für den Deutschen ist klar: "Zu allererst: Das Resultat ist das wichtigste. Ein Team hatte es verdient zu gewinnen - und das waren wir!"

Aber auch Klopp, der Ex-Salzburger Takumi Minamino noch keinen Einsatz in der Premier League vergönnte, gibt zu: "Es war sehr intensiv. Wir haben erwartet, dass sie in in diesem Stadion tief verteidigen, aber es war ein 4-6-0 in der ersten Hälfte. Wenn es leicht wäre, hier zu gewinnen, würden das mehr Mannschaften machen. Ich bin überglücklich über das Ergebnis, aber wir müssen über unsere Leistung sprechen. Wir hätten mehr Tore schießen müssen."

Das Rennen um den Titel dürfte damit bereits vorentschieden sein. Liverpool hält 17 Runden vor Schluss bei 16 Zählern Vorsprung auf den Zweiten, der noch immer Leicester City heißt. Für Mourinho ist die Meisterfrage ohnehin schon seit dem zwölften Spieltag geklärt, als Liverpool Manchester City mit 3:1 schlug.

Mourinho: "Hätte Rot geben müssen"

Der Portugiese schwärmt: "Sie sind so gut und so stark in jedem Bereich - und außerdem haben sie Glück. Heute waren sie glücklich, sie haben problemlos ein Tor erzielen können, sie haben das Spiel zu elft beenden können, weil der VAR gerade auf einen Tee gegangen ist und nicht das Rot-Foul von Robertson gesehen hat - vergleichen Sie das mal mit dem Foul von Son (am 11. Spieltag gegen Andre Gomes, Anm.)", will Mourinho in Minute 66 ein schweres Vergehen des Schotten an Youngster Japhet Tanganga erkannt haben - eine eher exklusive Ansichtsweise.

Dennoch betont Mourinho die positiven Apsekte der durchaus knappen Niederlage:

"Es war eine fantastische Erfahrung für die Jungs. Ich habe den Jungs schon drinnen gesagt: 'Für das, was wir im Moment haben, haben sie alles gegeben.' Natürlich sind wir traurig, aber ich habe ihnen gesagt: 'Versteckt euch nicht zuhause, geht raus, geht in ein Restaurant und trinkt ein Bier!'"

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Premier League: Liverpool feiert knappen Sieg bei Tottenham

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