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Wie sich Michael Gregoritsch neu aufgestellt hat

Wie sich Michael Gregoritsch neu aufgestellt hat Foto: © getty

Damit, dass Michael Gregoritsch beim FC Augsburg noch einmal so in die Spur finden würde, haben wohl viele nicht mehr gerechnet.

Fünf Tore in den letzten zehn Liga-Spielen sprechen jedoch für sich, inzwischen zählt der ÖFB-Teamspieler auch wieder zum Stamm.

Noch Ende September meldete er sich freiwillig für einen Einsatz in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga, um Spielpraxis zu sammeln. Ob es in diesem Moment keine Zweifel gegeben habe, ob ein Neuanfang woanders nicht die bessere Lösung wäre?

"Damals habe ich mir natürlich schon Gedanken gemacht, wie lange das so noch gehen soll. Aber das ist relativ schnell verflogen, weil ich zu Markus Weinzierl ein wirklich außerordentlich gutes Verhältnis habe", erklärt Gregoritsch im Interview mit dem "Kicker".

Auch in dieser Phase sei der Umgang mit dem Trainer "immer offen, klar und deutlich" gewesen.

Um den persönlichen Aufschwung zu ermöglichen, hat Gregoritsch einige Maßnahmen ergriffen.

 

Neue Agentur, Mentaltrainerin und ein Hund

"Ich war mental sehr müde, nachdem ich im Sommer von der Europameisterschaft zurückgekommen war und zuvor ein halbes Jahr kaum gespielt hatte. Da habe ich vor allem rückblickend gemerkt, dass einfach viele Dinge nicht so funktioniert haben, wie ich es mir vorgestellt habe. Es ist wichtig, sich wohlzufühlen. Deshalb habe ich einige Dinge in meinem persönlichen, sportlichen Umfeld verändert", erzählt der Steirer und konkretisiert:

"Ich habe meine Agentur und Berater gewechselt, mein Bruder ist dazugekommen. Ich arbeite jetzt mit einer Mentaltrainerin, Dr. Claudia Reidick, die auch bei den Juniorinnen des DFB dabei ist. Sie hat mir sehr geholfen."

Zudem habe er einen kleinen Hund bekommen und sei viel in der Natur: "So was hilft einfach, sich ein bisschen zu erden. Man muss aber wirklich bereit sein, Dinge umzustellen und raus aus seiner Komfortzone zu gehen."

Positivere Körpersprache

In Sachen Körpersprache fällt auf, dass der 27-Jährige inzwischen weniger mit sich hadert: "Das sind die Bereiche, in denen meine Mentaltrainerin mir sehr geholfen hat. Mir wurde schon nach dem Union-Spiel gesagt, ich habe so oft mit meinem Gegenspieler Christopher Trimmel gelacht."

Der Vertrag in Augsburg läuft noch bis Sommer 2023. Gedanken, wie es nach dem Saisonende im Mai weitergeht, müsse er sich nicht verbieten, weil er keine habe.

"Den Vertrag habe ich ja mit dem Wissen unterschrieben, wie lange er geht. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem wir über die Zukunft sprechen werden. Aber im Moment zählt nur eines: Spiele gewinnen", so Gregoritsch.

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