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Staff und Spielerinnen des USV Neulengbach geben Statement ab

Staff und Spielerinnen des USV Neulengbach reagieren in einem gemeinsamen Statement auf das Aus des Rekordmeisters.

Staff und Spielerinnen des USV Neulengbach geben Statement ab Foto: © GEPA

Nachdem das Protestschreiben beim Senat 5 der Bundesliga für die Lizenz nicht eingereicht worden ist, steht der USV Neulengbach vor einer ungewissen Zukunft.

Der Abstieg aus der Bundesliga ist dadurch besiegelt, die Insolvenz wohl kaum mehr abzuwenden. Die sportliche Leiterin Maria Wolf hat nach wochenlangem Schuften für den Erhalt des Vereins bereits ihren Austritt erklärt, Trainer Andreas Ogris bleibt zumindest vorerst an Bord.

Antrag wird vorbereitet.

Wie Obmann Thomas Wirnsberger gegenüber der NÖN erklärt, werde "ein Insolvenzantrag vorbereitet". Einem Spielbetrieb bis zum Ende der Saison stehe aber "grundsätzlich nichts im Wege".

Nun haben sich Staff, Spielerinnen und Medienbetreuer ein gemeinsames Statement auf den sozialen Medien abgegeben - ohne Absprache mit dem Vorstand.

Demnach sei es unwahrscheinlich, "dass die diesjährige Saison von uns noch zu Ende gespielt wird." Eine offizielle Bestätigung werde demnach in den kommenden Tagen auf den Social-Media-Plattformen abgegeben.

"Schwer zu begreifen, warum sich eine Person gegen Rettung gestellt hat"

"Am Ende wurde dieser Rettungsversuch aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen nicht angenommen. Die Hintergründe stehen jetzt jedoch nicht mehr im Mittelpunkt", wird Wolf zitiert.

Der Kampf um den Frauenverein Neulengbach sei demnach verloren, "aber der Kampf für gleiche Chancen, faire Bedingungen, Sichtbarkeit und die verdiente Akzeptanz des Frauenfußballs geht weiter. Dafür werde ich weiterhin laut bleiben."

Eine Spielerin, die nicht genannt werden möchte, wird zitiert: "Es ist für mich bis heute schwer zu begreifen, warum sich eine einzelne Person gegen die Rettung des Frauenfußballs in Neulengbach gestellt hat."

Besonders schwerwiegend sei die Tatsache, "dass es keinen direkten Austausch gab - abgesehen von einer Pressemitteilung haben wir nichts mehr von ihm gehört."

Ob die Neulengbacherinnen am kommenden Wochenende beim LASK antreten, ist fraglich. Für Liga-Managerin Nina Potz ist es gegenüber der NÖN "enorm schade! Neulengbach war Vorreiter für den Frauenfußball in einer Zeit, wo unseren Sport nur wenige auf dem Radar hatten."

Das gesamte Statement:

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