Schlechte Erinnerungen
"Morgen ist, glaube ich, schon das achte Duell in zwei Jahren gegen Leverkusen. Sie hatten zwei unterschiedliche Trainer, aber wir kennen die Spieler gut und wissen genau, was auf uns zukommt. Wir haben im letzten Spiel genau gesehen, welche Emotionen man braucht - und welche man besser zuhause lässt", meinte Kompany.
Eine hart umkämpfte Partie sei ohne den verletzten Serge Gnabry auch diesmal zu erwarten. Fünfmal kassierte der FC Bayern zuletzt gegen Leverkusen keine Niederlage, die letzte passierte ausgerechnet im DFB-Pokal-Achtelfinale der vergangenen Saison mit einem 0:1 in München. "Es geht aber nicht um Revanche", betonte Kompany.
Natürlich nehme man eine Niederlage immer mit in die nächsten Spiele. "Dann willst du zeigen, dass du wieder die bessere Mannschaft sein wirst. Aber wir nehmen nur noch mit, was vor uns liegt, nicht mehr, was hinter uns liegt. Auch wenn wir Erfolgserlebnisse gegen sie gespürt haben zuletzt, auch in der Champions League (Anm.: 3:0 und 2:0 im Achtelfinale 2025)", sagte der 40-Jährige.
Ausruhen auf Erfolgen dürfe man sich nie. "Morgen ist wieder eine neue Geschichte. Ich glaube, niemand von uns wird dieses Spiel unterschätzen." Mehr Druck als sonst verspüre er nicht. "Das sind ganz besondere Spiele. Man darf es nicht kleinreden, aber die Abläufe, die Vorbereitung bleiben gleich", unterstrich der Belgier.
Hjulmand hofft auf Überraschung
Während die Münchner mit 20 Pokal-Titeln Rekordchampion sind, hat Leverkusen nur 1993 und 2024 jubeln dürfen.
"Wir wissen über die Qualität der Bayern, aber wir haben auch Qualität, wenn alles klappt", sagte Leverkusen-Trainer Kasper Hjulmand. Im Cup könne in einem Spiel, noch dazu vor ausverkauftem Haus, immer alles passieren.
"Es ist immer etwas Besonderes in einem Finale zu spielen, hier haben wir eine super Möglichkeit dafür. Es gibt immer Chancen an so einem Abend, wir geben Vollgas", versprach der Däne.
Chancen auf den Titel ausrechnen dürfen sich auch noch Titelverteidiger VfB Stuttgart und der SC Freiburg mit ÖFB-Teamspieler Philipp Lienhart. Die Breisgauer sind als Außenseiter am Donnerstag (20:45 Uhr) im zweiten Halbfinale beim VfB zu Gast.