Nach Verläng.
3:2
0:2 , 2:0 , 1:0
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ÖFB-Legionär Furkan Dursun raus aus Champions-League-Rennen

Der FC Thun muss sich dem kroatischen Meister Dinamo Zagreb erst in der Verlängerung geschlagen geben. Eine strittige Rote sorgt für Diskussionen.

ÖFB-Legionär Furkan Dursun raus aus Champions-League-Rennen Foto: © IMAGO / IPA Photo

Für den Schweizer Sensationsmeister FC Thun enden die Hoffnungen auf die zweite Teilnahme der Vereinsgeschichte an der UEFA Champions League in der zweiten Qualifikationsrunde.

Dinamo Zagreb bezwang den FC Thun am Dienstag im Rückspiel mit 3:2 nach Verlängerung. Nach einem 1:1 im Hinspiel rechneten sich beide Vereine Aufstiegschancen aus.

Ex-Rapidler und ÖFB-Legionär Furkan Dursun stand beim Schweizer Meister in der Startaufstellung.

Aufregung über Rote Karte und Fair-Play

Dabei lief zu Beginn der Partie eigentlich alles für Thun: Brighton Labeau (4.) und Marco Bürki (22.) stellten früh auf 2:0.

Die Szene, die das Spiel kippen sollte, trug sich in der 67. Minute zu: Nachdem ein Schweizer am Boden liegen blieb, spielte Torhüter Steffen den Ball bewusst ins Aus. Der Einwurf wurde, wie im Fair-Play üblich, von Dinamo zurück zum Gegner geworfen. Der ehemalige LASK-Offensivspieler Lukas Kacavenda ignorierte das Fair-Play jedoch und setzte sofort zum Pressing an.

Thun-Verteidiger Bürki erkannte die Situation zu spät und konnte Kacavenda nur per Foul stoppen. Nach VAR-Check gab es die Rote Karte für Bürki wegen Notbremse.

Danach drehte Dinamo dank numerischer Überzahl das Spiel: Ex-Rapid-Stürmer Dion Beljo erzielte in der 74. Minute den Anschlusstreffer. Kacavenda, der vorher noch das Fair-Play missachtete, glich in der 78. Minute zum 2:2 aus. Thun verteidigte in Unterzahl kämpferisch, konnte sich in die Verlängerung retten, musste aber in der 112. durch ein Weitschusstor von Moris Valincic die 2:3-Niederlage hinnehmen.

"Maximal unfair"

Gegenüber "SRF" tobte FC-Thun-Trainer Gian-Luca Privatelli im Anschluss an die Partie: "Vor der Roten Karte waren sie maximal unfair. Sie spielen uns den Ball zurück und gehen sofort ins Pressing. Danach ist es nicht gut gespielt, aber trotzdem. Ist das nicht gentlemanlike? Und dann Rot zu geben, obwohl Justin Roth noch so nah ist. Bei uns zu Hause gibt er da wahrscheinlich keine Rote."

Für den Schweizer Meister geht es jetzt in der dritten Runde der Europa-League-Quali weiter. Dort trifft man auf Vikingur Reykjavik aus Island oder Hapoel Be’er Scheva aus Israel.

Dinamo Zagreb spielt in der nächsten Runde der Champions-League-Qualifikation gegen FK Kauno Žalgiris aus Litauen oder Klaksvik von den Färöer Inseln.

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