NEWS

Nächster Akt im Insolvenzdrama bei Austria Klagenfurt

Eine Garantie, die Ex-Sponsor Helmut Kaltenegger im April 2025 abgab, wird fällig. Jedoch wartet auch der Chef von TGI-Gold noch auf Geld.

Nächster Akt im Insolvenzdrama bei Austria Klagenfurt Foto: © GEPA

Helmut Kaltenegger, der dem SK Austria Klagenfurt in der vergangenen Saison mit einer Finanzspritze den Erhalt der Bundesliga-Lizenz sicherte, spielt auch im drohenden Insolvenzverfahren eine große Rolle.

Wie die "Krone" berichtet, könnte der Chef von TGI-Gold erneut zum Retter werden - dieses Mal allerdings unfreiwillig. Denn der Unternehmer gab im April 2025 eine vertragliche und ligaunabhängige Garantie in Höhe von 600.000 Euro ab, diese Option kann Klagenfurt-Gesellschafter Zeljko Karajica jetzt ziehen.

Im Kampf gegen das drohende Insolvenzverfahren würde den Klagenfurtern diese Summe extrem weiterhelfen. Laut der "Krone" haben die ÖGK und das Finanzamt bereits Insolvenzanträge gegen den Zweitligisten gestellt, die Schadenssumme soll sich auf rund 1,5 Millionen Euro belaufen.

"Mein Treuhänder hat mich kontaktiert, dass Karajica die Summe jetzt haben will. Laut Vertrag bekommt er diese auch", erzählt Kaltenegger der "Krone".

Keine Rückzahlung? - "Bis heute haben wir keinen Cent erhalten"

Aber auch Kaltenegger wartet noch auf Geld von der Austria. "Wir sind damals mit einem Sponsoring von 700.000 Euro in Vorleistung gegangen - laut Vertrag ganz klar nur für die Bundesliga. Karajica hat uns nach dem Abstieg zuerst angeboten, dass wir mit diesem Geld die Austria zwei Jahre in der 2. Liga sponsern können. Das habe ich abgeschlagen. Dann vereinbarten wir eine Ratenzahlung - bis heute haben wir keinen Cent erhalten", so der ehemalige Sponsor. Laut Kaltenegger werden man sich "den laufenden Insolvenzanträgen anschließen".

Austria-Wirtschaftsprüfer Ulrich Kraßnig spricht von einem Streitfall: "Das vertraglich festgehaltene Sponsoring lässt sich durchaus auch so interpretieren, dass es für beide Ligen gedacht ist. Das wird letztlich ein Gericht klären müssen." Jedenfalls steht fest, dass Karajica auf die 600.000 Euro bauen kann, wenn die Richterin Gudrun Slamanig am Donnerstag über die violette Zukunft entscheidet.

Kommentare