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Kritik von ÖSV-Sportdirektor Stecher: "Das ist schade"

Mario Stecher nimmt zu Turbulenzen im Verband Stellung. Besonders die Art der Kommunikation einiger Athleten stößt ihm sauer auf.

Kritik von ÖSV-Sportdirektor Stecher: "Das ist schade" Foto: © GEPA

Der ÖSV ist derzeit mit viel Unruhe konfrontiert.

Zum einen beendete Skispringerin Lisa Eder die Karriere nach ihrer besten Saison mit nur 24 Jahren, unter anderem deshalb, weil ihr Verlobter Manuel Fettner nicht ins Trainerteam des ÖSV integriert wurde.

Stecher über Eder-Rücktritt: "Da hört es sich bei mir auf" >>>

Zum anderen läuft es auch bei den Biathleten nicht rund, die "Krone" berichtete zuletzt über interne Kritik an Christoph Sumann, der als Sportlicher Leiter der Biathleten agiert.

"Ich finde es schade, dass man einen erst kürzlich ins Amt gehobenen Sportlichen Leiter in der Öffentlichkeit so anprangert – vor allem, wenn man vom Betroffenen kein Statement einholt. Das gehört sich nicht und kenne ich so eigentlich nur aus dem Fußball", übt wiederum ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" Kritik an der Kritik.

"Sumann kann nichts dafür, was in den vergangenen zehn Jahren verabsäumt wurde", so Stecher.

"Darf man auch von den Athleten erwarten"

Laut "Krone" soll es sogar einen von 16 Sportlern unterzeichneten Brief an Stecher gegeben haben - offenbar, um Hilfe wegen teils chaotischer Zustände zu erbeten. Auch dazu bezieht Stecher Stellung.

Er spricht von einem anonymen Brief, in dem kritisiert worden sei, dass manche Dinge nicht so laufen würden, wie die Athleten sich das vorstellen würden.

"Es ist gut, dass es angesprochen wurde und ich nehme das auch sehr ernst. Fakt ist, dass es gewisse Veränderungen geben muss, allerdings darf man das auch von den Athleten erwarten", so Stecher.

"Gehören nicht in die Öffentlichkeit"

Er kritisiert vor allem die neue Form der Kommunikation mittels Gang an die Öffentlichkeit, die von den Athletinnen und Athleten zunehmend gesucht werde.

"Der Gang an die Öffentlichkeit ist offensichtlich eine neue Art zu kommunizieren. Das ist schade", so Stecher.

Begonnen habe dies mit Vincent Kriechmayr, der die Fortsetzung seiner Karriere an die Rückkehr von Konditionstrainer Peter Meliessnig geknüpft hatte (hier nachlesen >>>).

Stecher sagt: "Derzeit passieren viele Dinge über die Medien, doch gehören gewisse Themen nicht in die Öffentlichkeit."

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