Malysz hört als Präsident auf: Horngacher muss um Job zittern
Adam Malysz hatte Stefan Horngacher als neuen Sportdirektor der polnischen Skispringer auserkoren - schon bald hat Malysz im Verband aber nichts mehr zu sagen.
Adam Malysz hört als Verbandsboss Polens auf!
Der vierfache Gesamtweltcupsieger verzichtet auf eine erneute Kandidatur bei der Vorstands-Wahl des polnischen Ski-Verbands.
Das gibt der 48-Jährige beim polnischen TV-Sender "Polsat" preis: "Meine Vision davon, wie der PZN (Polnischer Skiverband) in Zukunft aussehen soll, deckt sich nicht mit der des Vorstands. Daher lautet meine Entscheidung: Nein. Ich werde nicht kandidieren."
Ob er vielleicht wieder als Sportdirektor im Verband bleiben würde, kommentiert Malysz zurückhaltend: "Bisher habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht, weil wir noch sehr viel zu tun haben. Vor allem müssen wir noch wichtige Verträge unterzeichnen."
Zuletzt sind die Verhandlungen mit Stefan Horngacher über eine Anstellung als Sportdirektor auf Eis gelegt worden.
Umstrittener Trainer im Amt bestätigt
Bei einer mehrstündigen Sitzung der Verbandsspitze ist am Mittwoch unterdessen der umstrittene Nationalteam-Trainer Maciej Maciusiak, der zuletzt die ständigen Regeländerungen kritisiert hat (alle Infos >>>), in seinem Amt bestätigt worden. Horngacher wäre von Malysz bei einer Trennung wohl auch als Backup für diese Position vorgesehen gewesen.
Personalie Horngacher "bleibt offen"
Die Personalie Horngacher sei demnach aber noch nicht vom Tisch und "definitiv nicht abgeschlossen – sie bleibt offen. Es besteht die Chance, dass Stefan zum PZN zurückkehrt, aber das überlasse ich dem neuen Vorstand", so Malysz. Die Entscheidung soll aber erst nach der Vorstandswahl im Juni fallen.
Malysz hat 2022 als einziger Kandidat von Langzeit-Präsident Apoloniusz Tajner übernommen, der nach 16 Jahren nicht für eine weitere Amtszeit antreten durfte. Malysz' Nachfolger soll nun ausgerechnet sein Vorgänger werden, der bereits eine Rückkehr angekündigt hat, da im Verband Chaos herrsche.