Debatte um Zukunft des Skispringens bei Olympia
Nach dem Olympia-Aus der Nordischen Kombination ist in Norwegen eine Debatte um die Zukunft des Skispringens entbrannt. Könnte ein ähnliches Schicksal drohen?
Seit Dienstag ist das Olympia-Aus der Nordischen Kombination offiziell (zum Nachlesen >>>). Die Entscheidung des IOC hat den gesamten Sport in Schockstarre versetzt, auch die langfristige Zukunft der Disziplin ist alles andere als gesichert.
Droht dem Skisprung-Sport ein ähnliches Schicksal? Der ehemalige norwegische Kombinierer Jørgen Graabak hat diesbezüglich eine klare Meinung: "Das sollte auch bei Skisprung-Chef Jan-Erik Aalbu einige Warnlampen aufleuchten lassen." Seine Einschätzung begründet er auf "TV2" damit, dass die Instandhaltung von Schanzen teuer ist und sich womöglich nicht mehr rechnet, wenn diese nur noch von den Skispringern genutzt werden.
"Keine Warnleuchten" im Lager der Skispringer
Im Lager der norwegischen Skispringer will man davon nichts wissen. "Bei uns blinken keine Warnleuchten", entgegnete Norwegens Sportdirektor Jan-Erik Aalbu darauf angesprochen. Jedoch sei die Entscheidung "unglaublich schade für den norwegischen Skiverband".
Ähnlich sieht es auch das norwegische Skisprung-Aushängeschild Johann André Forfang. "Es ist nicht realistisch, dass sie uns aus dem Programm streichen", legte sich der 31-Jährige fest: "Bei den Olympischen Spielen gehört das Skispringen ja zu den Sportarten, die weltweit das größte Interesse wecken."