"Unbeliebteste Sportart": Keine Nordische Kombi mehr bei Olympia
Das IOC streicht die Nordische Kombination ab 2030 aus ihrem Olympia-Programm. So wird die Entscheidung begründet:
Das Urteil ist gefallen: Die Nordische Kombination ist nach mehr als 100 Jahren nicht mehr Teil des Programms der Olympischen Winterspiele. Diese Entscheidung hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag getroffen.
Die traditionsreiche Sportart wurde für die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen aus dem Wettkampfplan gestrichen. Dafür werden das Freeriden sowie das Synchro-9, eine Form des Eiskunstlaufs, in vier Jahren ihre olympische Premiere erleben.
Auch die Alpin-Snowboarder mussten im Vorfeld um ihre Zukunft bei Olympia bangen, bleiben mit dem Parallel-Riesentorlauf aber weiterhin ein Teil von Olympia.
Unbeliebt und zu wenig Vielfalt
Die Nordische Kombination war von Anbeginn ein fester Bestandteil der Winterspiele.
Die Entscheidung gegen die traditionsreiche Sportart fiel unter anderem deshalb, weil sie laut Studien beim Publikum die unbeliebteste Sportart der Winterspiele 2014, 2018, 2022 und 2026 gewesen sei.
Zudem würde zu wenig Vielfalt herrschen, die Sportart sich nur auf wenige Länder konzentrieren. Nur fünf unterschiedliche Nationen hatten bei den vergangenen vier Winterspielen Medaillen gewonnen.
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Reaktion der FIS
Die FIS reagiert enttäuscht auf die Entscheidung des IOC.
Präsident Alexander Ospelt sagt: "Die Nordische Kombination ist seit der allerersten Ausgabe im Jahr 1924 Teil der Olympischen Winterspiele und ein Eckpfeiler des nordischen Skisports auf allen Ebenen, insbesondere im Hinblick auf die Athletenentwicklung."
Darüber hinaus sei sie eine Disziplin, die in den letzten Jahren dank der Aufnahme von Frauen-Wettbewerben ein deutliches und spürbares Wachstum sowie eine immer breitere internationale Beteiligung verzeichnen konnte.
Ospelt: "Dies ist eine sehr schwere Entscheidung für die FIS und für unsere nationalen Skiverbände."
Ziel: 2034 wieder bei Olympia dabei
Der Liechensteiner versichert gemeinsam mit Generalsekretär Urs Lehmann umgehend, dass der internationale Ski-Verband hinter der Nordischen Kombination und ihrer Zukunft stehe - sowohl bei FIS-Wettkämpfen als auch darüber hinaus.
"Die Tatsache, dass die Nordische Kombination bei den Olympischen Spielen 2030 nicht dabei sein wird, ändert nichts an unserer Unterstützung für diese Disziplin als festen Bestandteil des FIS-Weltcup-Kalenders und der FIS-Nordischen Ski-Weltmeisterschaften. Wenn überhaupt, ist dies für uns ein Grund, sie noch stärker zu unterstützen", sagt Lehmann.
Ziel sei, dass die Nordische Kombination 2034 wieder bei Olympia vertreten ist, so Ospelt.