Liensberger in Lienz am RTL-Podest

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Überraschung beim Heim-Weltcup in Lienz: Katharina Liensberger fährt als Dritte aufs Podest!

Die Vorarlbergerin muss sich nur Siegerin Mikaela Shiffrin (USA) und der Italienerin Marta Bassino (+1,36) geschlagen geben. Liensberger sorgt damit für den ersten ÖSV-Postplatz im RTL in dieser Saison und den ersten RTL-Podestplatz ihrer Karriere.

Die übrigen ÖSV-Damen schaffen es nicht in die Top 15: Eva-Maria Brem und Franziska Gritsch landen auf den Plätzen 17 und 19, Ricarda Haaser belegt vor Katharina Truppe Rang 23 und Anna Veith wird 27.

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Liensberger: "Bedeutet mir unglaublich viel"

Für die ÖSV-Damen ist es beim Heimrennen der erste Podestplatz seit 2013. Auf einen Sieg im RTL warten die Österreicherinnen seit dem Erfolg von Brem am 7. März 2016 in Jasna.

"Das fühlt sich großartig an, der dritte Platz beim Heimrennen bedeutet mir unglaublich viel", jubelt die Vorarlbergerin über ihren zweiten Podestplatz nach Rang drei im Flachau-Slalom in der Vorsaison.

Shiffrin: "Es war ein großer Kampf"

Für Shiffrin ist es der 63. Weltcup-Sieg ihrer Karriere, damit liegt sie einen vor Annemarie Moser Pröll (62) und 19 hinter Rekordhalterin und Landsfrau Lindsey Vonn (82). Geschlechtsübergreifend liegen auch noch Marcel Hirscher (67) und Ingemar Stenmark (86) vor Shiffrin. Ewige Bestenliste >>>

Außerdem ist es für Shiffrin ihr zweiter Sieg in Lienz nach jenem im Slalom 2017 und der insgesamt sechste Podestplatz in Osttirol. "Das war ein großer Kampf. Im Riesentorlauf wieder ganz oben zu stehen, ist unglaublich", meint Shiffrin nach ihrem elften Riesentorlauf-Triumph.

Dabei hatte Shiffrin den Start in der Dolomitenstadt fast verschlafen, sie ging von einem Rennbeginn um 10.30 Uhr aus, das war aber 15 Minuten nach offizieller Beginnzeit. Deshalb blieb am Start kaum noch Zeit für das Aufwärmprogramm. "Vielleicht ist es manchmal ohne viel nachzudenken eh besser", sagte Shiffrin danach.

"Ich bin einfach viel aggressiver gefahren als zuletzt in Courchevel." Da war sie nur 17. geworden. Danach entschied sie sich, die - später ohnehin abgesagten - Rennen in Val d'Isere auszulassen.

"Endlich konnte ich zeigen, was ich kann"

Liensberger arbeitete sich von Halbzeitrang sieben nach vor. "Das fühlt sich großartig an! Endlich konnte ich zeigen, was ich kann", erklärte die Vorarlbergerin, die ihre beiden bisherigen Podestplätze in Österreich einfuhr, war sie im Jänner doch Slalom-Dritte in Flachau geworden.

Beim Weltcup-Auftakt in Sölden hatte Liensberger noch gefehlt, weil sie eigentlich einen Materialwechsel vornehmen wollte, aber keinen gültigen Ausrüstervertrag hatte. Diesen unterschrieb sie erst am 15. November bei ihrer alten Skifirma (Rossignol), seit Levi ist sie damit wieder aktiv mit dabei.

Shiffrin: "Es war ein großer Kampf"

Shiffrin überzeugte mit zweimal Laufbestzeit. "Es ist ein wunderbares Gefühl, im Riesentorlauf zurück auf dem Podest zu sein. Es war ein großer Kampf heute, aber es war das Skifahren, wie ich es mir vorstelle. Ich bin wieder zu etwas zurückgekehrt, auf das ich stolz sein kann", erklärte die 24-Jährige, dass sie ihre selbst gewählte Pause gut genützt hat.

Sie hatte in Courchevel an Selbstvertrauen verloren, sei frustriert gewesen, weshalb sie in Lienz auch einen "mentalen Kampf" ausfocht. Sie baute ihren Vorsprung im Gesamtweltcup aus, liegt mit 646 Zählern vor Federica Brignone (431), am Samstag Vierte, auf elf folgt Nicole Schmidhofer (218), auf 14 Liensberger (159).

Keine weitere Österreicherin in Top 15

Keine weitere Österreicherin schaffte es Samstag in der Dolomitenstadt in die Top 15, Eva-Maria kam auf Platz 17, Franziska Gritsch auf 19, Ricarda Haaser auf 23, Katharina Truppe auf 24 und Anna Veith auf 27, womit alle bis auf Gritsch (Halbzeit-23.) im zweiten Durchgang Plätze einbüßten.

Nicht qualifiziert hatte sich Ramona Siebenhofer (41), Elisa Mörzinger und Julia Scheib schieden im ersten Lauf aus.

Veith: "Darazf muss ich aufbauen"

"Es war mein erster Riesentorlauf in Lienz, ich war mit dem ersten Durchgang schon zufrieden, der zweite hat ganz gut gepasst. Ich bin megafroh, dass ich wieder anschreibe und Punkte machen", sagte Gritsch, die in Sölden bereits Siebente war.

Nach zwei verpassten Finalqualifikationen machte Veith nach ihrer Knieverletzung die ersten Zähler im Riesentorlauf. "Ich habe im zweiten versucht, auf Zug zu bleiben. Für mich ist die Erfahrung im Rennen wichtig, darauf muss ich aufbauen. Es waren gute Sachen dabei", sagte die Salzburgerin und will "hart weiterarbeiten".

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Textquelle: © LAOLA1/APA

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