ÖSV-Ass will in Colorado "wieder Schnellste sein"
Aus ihrem ersten Weltcupsieg zog Julia Scheib Kraft und Erleichterung. Die Steirerin setzt sich auch für Copper Mountain hohe Ziele.
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Julia Scheib bestreitet den Riesentorlauf von Copper Mountain am Samstag (ab 18:00 bzw. 21:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>) mit einer eindeutigen Mission.
"Es ist ganz klar das Ziel, da wieder die Schnellste zu sein", sagte die Sölden-Siegerin vor dem zweiten Saison-Riesentorlauf.
"Es ist jedes Rennen anders, es wird ganz anders als Sölden, aber mir gefällt mein Skifahren momentan. Ich fühle mich sehr gut."
Mit Rotem Trikot zu den Heimrennen?
Es ist noch ungewohnt, doch das Rote Trikot der Disziplinführenden will die Steirerin nicht so schnell wieder ablegen. Natürlich ist es ihre Absicht, sich nach den drei Riesenslaloms in Nordamerika auch um den Jahreswechsel als Disziplinbeste am Semmering präsentieren zu können.
"Ich weiß auch, was da zu tun ist", sagte die 27-Jährige gewohnt selbstbewusst. "Ich weiß auch, dass es dazu eine sehr gute Leistung braucht."
Erster Weltcupsieg? "Da ist schon sehr viel Druck abgefallen"
Ihren ersten Weltcupsieg vor einem Monat hatte sie gemäß ihres Naturells still genossen.
"Es wirkt vielleicht nach außen hin ganz anders, aber ich habe da wirklich in die Menge geschaut und versucht, das wirklich zu spüren und nicht irgendwie verkrampft eine Reaktion zu machen. Die Tage danach waren einfach entspannt. Da ist schon sehr viel Druck abgefallen", sagte Scheib und berichtete von aufkommendem Halsweh. "Gott sei Dank ist nicht mehr passiert."
Geerdet und selbstbewusst - in Richtung Kugel?
Dass sich in Sölden alle Bausteine zum erstmaligen Siegerbild zusammenfügten, führt Scheib auf einige Faktoren zurück. "Es hat sich beim Team viel getan. Material ist auch ein Riesenthema. Ich habe auch einfach eine sehr gute Ruhe mitgebracht, die tut mir sehr gut. Wie es oft so heißt, Hektik tut keinem gut. Wenn man weiß, dass einiges passt, ist die Freude groß."
Dementsprechend selbstsicher will die Riesentorlauf-Spezialistin auch in Copper Mountain, auf einem Hang, der praktisch Neuland für alle ist, "auf meine Stärken vertrauen". Über ihre Kugel-Ambitionen macht sie keinen Hehl, sich damit aktuell zu beschäftigen ist freilich verfrüht. "Wir sind jetzt gerade einmal ein Rennen gefahren und da kommen noch sehr viele Aufgaben auf mich zu. Step by Step", sagte Scheib.
Der Auftakt in Sölden war für das ganze Team eine wertvolle Standortbestimmung. "Jeder weiß, was er zu tun hat", sagte die Team-Leaderin. "Ich hoffe für das gesamte Team, dass ein paar Schritte gegangen sind und wir ein noch besseres Gesamtergebnis einfahren werden."
Nina Astner, Stephanie Brunner, Viktoria Bürgler, Franziska Gritsch, Lisa Hörhager, Katharina Liensberger und Victoria Olivier komplettieren das Aufgebot in Colorado.