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Endlich Gold! Flock: "Es fühlt sich einfach total verdient an"

2018 verpasste Janine Flock mit Gold vor Augen noch eine Olympia-Medaille. Acht Jahre später vergoldet sie ihre Karriere - obwohl die Nerven kurzzeitig blank lagen.

Endlich Gold! Flock: "Es fühlt sich einfach total verdient an" Foto: © GETTY

Janine Flock hat ihre Gold-Medaille nicht um den Hals hängen, sondern hält sie fest in ihrer Hand. Endlich ist sie greifbar.  

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Die 36-jährige Tirolerin vergoldet mit dem Olympia-Triumph ihre Skeleton-Karriere und erfährt späte Genugtuung.  

"Es fühlt sich einfach total verdient an", sagt eine sehr gefasste, aber strahlende Flock. Ihre Karriere sei nun perfekt. "Ich bin stolz und dankbar für den ganzen Weg, den ich bestreiten durfte."

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Kurz lagen die Nerven blank

Vor acht Jahren, in Pyeongchang 2018, war Gold für Flock schon einmal zum Greifen nah. Damals verpasste sie als Führende nach drei Läufen am Ende aber olympisches Edelmetall.

Diesmal seien vor allem vor dem dritten Lauf "die Nerven ein bisschen blank gelegen, weil ich gewusst habe, dass der Lauf für mich entscheidend ist", erklärt die Tirolerin.

Just vor dem vierten Lauf im Cortina Sliding Centre kamen dann die Gedanken an die verspielte Medaille 2018 wieder auf.

"Ich habe gewusst, dass diese Gedanken kommen werden. Aber es war pure Energie, die ich gespürt habe, das hat mir nochmal einen Schub gegeben", schildert Flock. "Ich konnte loslassen und es genießen."

Die Olympia-Geschichte vollendet

Schon im Vorfeld der Spiele in Cortina hat die Tirolerin ihr Mindset geändert. "Ich habe bewusst nicht gesagt, ich habe eine Rechnung mit Olympia offen, sondern ich will die Olympia-Geschichte vollenden."

Das, was alles war, macht mich zu dem Menschen, der ich jetzt bin.

Janine Flock über die verpasste Medaille 2018

Seit den Olympischen Spielen 2018 ist in Flocks Karriere viel passiert, unter anderem Umstrukturierungen im Verband und Verletzungen.

"Das, was alles war, macht mich zu dem Menschen, der ich jetzt bin. Das muss man auch positiv sehen. Ohne diese Dinge wäre ich nicht hier und hätte die Gold-Medaille in der Hand", sagt Flock, deren Hände gezeichnet von der Arbeit sind.

Die vierfache Europameisterin schleift und poliert die Kufen ihres Arbeitsgerätes höchstselbst. Dabei läuft Austropop.

Die Gold-Medaille ist das Ergebnis von harter Arbeit und Durchhaltevermögen. Erst im Jänner musste Flock wegen einer Gehirnerschütterung den Kampf um den Gesamtweltcup aufgeben.

"Es macht mich einfach stolz, dass ich drangeblieben bin", sagt Flock - und hält dabei ihre Gold-Medaille ganz fest.

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