Egle/Kipp umjubeln Bronze: "Kann es gar nicht fassen"
Bei der olympischen Premiere des Frauen-Doppelsitzers holen die Führenden im Gesamtweltcup trotz "Riesenschnitzers" Bronze. Auch bei den Männern darf Rot-weiß-rot jubeln.
Für Österreichs Rennrodel-Team gab es am Mittwoch gleich doppelten Grund zur Freude.
Im Doppelsitzer durfte Rot-weiß-rot sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern über Edelmetall jubeln - Nummer sieben und acht bei diesen Olympischen Winterspielen.
Selina Egle und Lara Kipp kurvten bei der Premiere des Frauen-Doppelsitzers zu Bronze. Schon im Zielauslauf kullerten die ersten Freudentränen. "Ich kann es gar nicht fassen. Olympia ist nur alle vier Jahre", so Kipp. Egle meint: "Die Medaille bedeutet uns total viel."
Für die Gesamtweltcup-Führenden wäre auch mehr möglich gewesen. Egle erklärt gegenüber dem "ORF": "Leider hatten wir im ersten Lauf einen Riesenschnitzer, da wussten wir, dass es für ganz vorne richtig schwierig wird. Unser Ziel war, einen guten Lauf hinzubiegen. Das haben wir geschafft, wir können so stolz auf uns sein."
"Olympia ist noch einmal etwas anderes"
"Olympia ist noch einmal etwas anderes, da spielen die Nerven extrem mit. Es fällt extrem viel Druck ab. Wir haben die ganzen letzten Jahre hart trainiert, dafür haben wir uns jetzt belohnt", so Selina Egle. Vor allem am Start sei die Anspannung im Vergleich zu anderen Rennen deutlich größer gewesen.
Die Bronzemedaille der beiden Tirolerinnen ist die erste olympische Rodelmedaille der österreichischen Frauen seit Nina Reithmayer mit ihrer Silbernen im Jahre 2010.
Nur wenige Augenblicke später gab es aus rot-weiß-roter Sicht einen weiteren Grund zur Freude: Bei den Männern holten Thomas Steu und Wolfgang Kindl die Silbermedaille.
Steu über Silber: "Extrem geil"
Das Silber-Duo fährt erst seit 2023 miteinander, für beide ist es jedoch schon die dritte Olympiamedaille. Kindl holte vor vier Jahren in Peking Silber im Einzel sowie im Team, Steu jubelte mit seinem damaligen Kollegen Lorenz Koller über Bronze im Doppelsitzer sowie Silber im Team.
"Extrem geil. Uns sind zwei super Läufe gelungen, wir haben alles aus uns rausgeholt. Die Italiener waren einfach um sechs Hundertstel stärker, das akzeptieren wir so, aber wir sind megahappy mit dem Ergebnis", so Thomas Steu im Interview nach dem Doppelsitzer-Bewerb.
"Es war ein extrem spannendes und knappes Rennen, wir sind megahappy mit der Medaille. Die muss man bei dem starken Feld erst einmal machen", freut sich auch Wolfgang Kindl, der erst vor wenigen Tagen Papa wurde.
Am Donnerstag steht noch der Teambewerb an. Für den ÖRV könnte nach den beiden Medaillen im Doppelsitzer und der Silbermedaille durch Jonas Müller im Männer-Einsitzer noch eine vierte Medaille folgen.