Ich hätte damals schon drauf wetten können, dass er irgendwann mal im Weltcup ganz vorne mitmischt.
Früher Erfolg im Weltcup
Im März 2023 gab der Schüler des Skigymnasiums Stams sein Debuüt im Continental-Cup. Es folgten mehrere Podestplätze und ein Sieg in Engelberg.
Bei der Vierschanzentournee durfte Embacher in Innsbruck 2024 zum ersten Mal im Weltcup an den Start gehen - mit großem Erfolg. Bei seinem ersten Auftritt belegte der damals 17-Jährige den 13. Platz. Weitere Einsätze im Weltcup folgten.
Rund zwei Monate später feierte er mit dem Team in Lahti als Zweiter sogar seinen ersten Podestplatz im Weltcup.
Er schloss die Saison mit einem zehnten und drei 13. Plätzen ab. Des Weiteren holte er 2024 bei der Junioren-WM in Planica drei Goldmedaillen (Einzel, Team, Mixed-Team).
Schwierige Saison 2024/25
Seinen Startplatz in der Saison 2024/25 hatte er als Juniorenweltmeister sicher. Er galt zu diesem Zeitpunkt schon als eines der größten Talente der Zukunft.
Die Zeit nach seiner ersten erfolgreichen Saison mit einigen Weltcup-Abstechern war für die Nachwuchshoffnung jedoch von vielen Auf und Abs geprägt. In Ruka scheiterte er an der Qualifikation für den Wettkampf, auch an den folgenden Stationen lief es mit einigen Plätzen außerhalb der Top 30 nicht nach Plan.
Kurzzeitig wurde der ÖSV-Adler aus dem Weltcup-Team genommen, um sich "ein paar zusätzlichen Trainingseinheiten zu widmen", so ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl gegenüber dem "Kurier".
Im Februar folgte nach der mehr als erfolgreichen Junioren-WM, wo er sowohl im Einzel, als auch im Team Gold holte, ein Abstecher zurück in den Continental-Cup, da dieser ebenfalls in Amerika stattfand.
Im Sommer arbeitete er laut Trainer Widhölzl aber viel und machte einen Schritt nach vorne. Das dürfte sich gelohnt haben.
Durchbruch 2025/26
Die Olympia-Saison hielt für den Jungadler bereits einige Highlights parat. Am 26. November erreichte der 20-Jährige in Falun als Zweiter sein erstes Weltcup-Podest in einem Einzelspringen.
Es folgte die Vierschanzentournee, bei der er stets vorne mitsprang und in Garmisch-Partenkirchen mit 145,5 Metern sogar den Schanzenrekord knackte.
In Innsbruck hätte es beinahe mit seinem ersten Weltcup-Sieg geklappt, nach den vier Bewerben stand der Tiroler im Gesamtranking auf Rang drei, nur geschlagen von Domen Prevc und Teamkollege Jan Hörl.
Am 10. Jänner 2026 war der Tag gekommen: Embacher feierte im Super-Team-Bewerb mit Hörl seinen ersten Weltcup-Sieg.
Begleitet wurde er auf dem Weg an die Spitze stets von Gregor Schlierenzauer, der seit 2023 sein Mentor ist und ihn in diversen Bereichen unterstützt. Über die Zusammenarbeit mit Embacher sprach der 53-fache Weltcup-Sieger mit LAOLA1 >>>
Olympia als "Kindheitstraum"
Aktuell springt er bei den Olympischen Spielen in Predazzo um Medaillen. Gegenüber LAOLA1 antwortete Embacher auf die Frage, was ihm das Großevent bedeute, lediglich ein Wort: "Kindheitstraum".
In seinen jungen Jahren durfte der Tiroler bereits über zwei Goldmedaillen beim europäischen Olympischen Jugendfestival in Planica 2023 jubeln. Bei der Skisprung-Junioren-WM holte Embacher zwischen 2023 und 2025 sechs Goldmedaillen.
Ganz nach Plan verlaufen sind die ersten beiden Auftritte noch nicht. Im Einzelbewerb auf der Normalschanze misslang "Bambi", wie ihn seine Teamkollegen nennen, die Landung im ersten Durchgang. Er wurde Siebter (zum Bericht >>>).
Am Dienstag machte er im Mixed-Teambewerb zwei gute Sprünge und zeigte sich anschließend weitgehend zufrieden. Dennoch wurden Österreichs Skispringer und Skispringerinnen lediglich Fünfter.
Die nächste Chance auf seinen großen Traum, eine Olympia-Medaille, hat Embacher bereits am kommenden Samstag auf der Großschanze (ab 18:45 Uhr im LIVE-Ticker >>>).