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12 Jahre später: Olympia-Silber für Landi & Co.

Die rot-weiß-rote Staffel erhielt im Rahmen der olympischen Wettkämpfe in Antholz nachträglich Bronze - Grund ist der russiche Dopingskandal von damals.

12 Jahre später: Olympia-Silber für Landi & Co. Foto: © ÖOC/Florian Rogner

Viele Jahre nach Auffliegen des russischen Staatsdopingskandals haben die österreichischen Biathleten am Sonntag in Antholz nachträglich Olympia-Medaillen erhalten.

Christoph Sumann rückte im Massenstart der Winterspiele von 2010 vom vierten Rang auf und bekam Bronze umgehängt. Die in Sotschi 2014 ursprünglich drittplatzierte Staffel mit Sumann, Daniel Mesotitsch, Dominik Landertinger und dem nach wie vor aktiven Simon Eder erhielt Silber.

Ehrung durch Coventry und Stoss

Die Ehrung der aufgerückten Medaillengewinner wurde vor tausenden Fans unter Mitwirkung von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und Ex-ÖOC-Chef und IOC-Mitglied Karl Stoss vorgenommen. Eder war unmittelbar vor der Übergabe in der Verfolgung 36. geworden.

Die Neuvergaben sind der nachträglichen Disqualifikation von Jewgenij Ustjugow geschuldet. Dem Russen sind wegen erwiesenen Dopings nach langwierigen Prozessen alle Ergebnisse von 2010 bis 2014 aberkannt worden, die letzten Sportgerichtsurteile wurden im Vorjahr rechtskräftig.

Verspätetes Gold für Fourcade

Ustjugow hatte 2010 in Kanada den Olympia-Massenstart vor Martin Fourcade gewonnen, der Franzose erhielt nun Gold, der Slowake Pavol Hurajt Silber und der mittlerweile im ÖSV als Biathlon-Chef tätige Sumann eben Bronze.

2014 in Sotschi war Ustjugow Teil des siegreichen Staffel-Quartetts der Gastgeber, diese Goldene hält nun Deutschland vor Österreich und Norwegen mit Johannes Thingnes Bö und Ole Einar Björndalen.

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