Denifl: "Irgendwann tut es brutal weh"
Denifl hatte sich als Dritter des Springens eine gute Ausgangsposition gesichert. Er hielt im 10-km-Langlauf zunächst gut mit den aufschließenden Deutschen mit, gemeinsam wurde das Spitzenduo Riiber und Sprungsieger Watabe eingeholt. Doch im vorletzten Anstieg musste Denifl abreißen lassen. "Das sind natürlich vom Läuferischen die Stärkeren. Willi hat sich brav geschlagen", bilanzierte Cheftrainer Christoph Eugen dennoch positiv. Die Teamleistung seiner Schützling stimmte ihn für die abschließende Staffel zuversichtlich.
Denifl hatte sich an die Deutschen drangehängt und alles versucht. "Es ist dann drei oder vier Mal richtig schnell geworden. Irgendwann tut es dann brutal weh, wenn du siehst, die laufen vorne weg und du kommst nicht mehr nach", erklärte der in der Steiermark lebende Stubaier. Es sei ein guter Wettkampf gewesen, bei Olympia zähle ein achter Platz freilich wenig, meinte der 37-Jährige.
Probleme bei Klapfer
Lukas Klapfer, der Bronze-Gewinner des Auftakt-Bewerbs, sprang als Zehnter gut, doch der Rückstand von einer halben Minute auf die gemeinsam Tempo machenden Deutschen erwies sich als zu groß. So kam der Steirer als Neunter (+1:22,8 Min.) ins Ziel. Zufrieden war er nicht. "Ich habe in der ersten Runde Gas gegeben und muss mir eingestehen, dass ich noch nicht in der Laufform bin, in der ich zuvor war", sagte der 31-Jährige, der im Vorfeld Magen-Darm-Probleme gehabt hatte.
Olympia-Debütant Mario Seidl klassierte sich an der 13. Stelle (1:28,5). Im Vorjahr war er auf dem Weg zu zwei Weltcup-Podestplätzen bester Springer in Pyeongchang gewesen, doch diesmal fehlte ihm jenes tolle Gefühl für die Schanze. "Nach dem Sprung war natürlich ein bisschen Ärger da", sagte der Salzburger zu seinem 14. Halbzeitrang. Alleine laufend bewies er aber gute Laufform und hat den Startplatz im Teambewerb wohl sicher. "Als die Schnellen von hinten gekommen sind, habe ich gut dagegenhalten können", war der 25-Jährige zufrieden.
Ärger bei Gruber nach Sturz
Ex-Weltmeister Bernhard Gruber hätte nach einem starken Sprung - mit 133,5 Metern gleich weit wie der fünftplatzierte Rydzek - eine ausgezeichnete Ausgangsposition gehabt. Doch der Gasteiner verlor nach der Landung die Balance ("Ich bin zu schmal aufgesprungen") und stürzte.
Verärgert schlug der Olympia-Dritte von 2010 mit der Faust in den Schnee. Er blieb unverletzt, doch die Chance war dahin. Mit der 14. Laufzeit verbesserte sich Gruber vom 30. auf den 21. Rang (+2:35,8) und muss auf die Staffel hoffen, um seine seit sechs Großereignissen andauernde Medaillenserie zu prolongieren. "Es hätte eigentlich alles ganz gut zusammengepasst, aber dann lege ich mich in den Schnee", ärgerte sich der Team-Olympiasieger von 2010. "Ich habe dann einen Trainingslauf gemacht und denke, das passt für den Teambewerb."