Vermeulen mit Top-Ergebnis, Stadlober mit "verhextem" Rennen
Der Steirer führt das Feld in Ruka lange Zeit an. Nach Rang drei war der erste Sieg in Griffweite. Teresa Stadlober sprach von einem "verhextem" Rennen.
Österreichs Langlauf-Ass Mika Vermeulen setzt am Sonntag beim Massenstart-Weltcup-Rennen in Ruka das nächste Ausrufezeichen.
Lange Zeit führte er das Feld gemeinsam mit dem Schweden Edvin Anger an und kämpfte um den Sieg mit.
Der Steirer fiel im Finish jedoch noch auf den fünften Platz zurück (+8,4). Der Sieg ging an den Norweger Harald Östberg Amundsen nach 44:42,5 Minuten vor seinem Landsmann Einar Hedegart (+1,9) und Anger (+2,3).
Vermeulen zeigte am Freitag schon zum Saison-Auftakt über 10 km klassisch gleich mit Rang drei auf. Zwei Tage später war der erste österreichische Sieg seit Christian Hoffmann 2004 in Pragelato keine Utopie.
Nach 16 von 20 Kilometern führte Vermeulen unmittelbar vor Anger, die Verfolgergruppe lag noch 13 Sekunden zurück. Doch rund 1,2 km vor dem Ziel schafften die starken Norweger den Anschluss.
"Wir waren ein bisschen zu schwach"
"Schade. Wir haben es probiert. Ich habe gleich gemerkt, es ist so schnell, fast unmöglich. Wir waren insgesamt ein bisschen zu schwach", resümierte Vermeulen im "ORF".
"Ich habe schon daran geglaubt, als wir die letzte Runde raufgelaufen sind." Doch es sei sehr windig gewesen. "Wir haben jedes Mal nach der langen Abfahrt gute vier, fünf Sekunden verloren auf die Truppe", erklärte der Steirer.
Er habe sich nichts vorzuwerfen. "Das sind überhaupt nicht meine Verhältnisse. Der Sieg, wenigstens das Stockerl war das Ziel, das habe ich leider nicht erreicht."
Als weiterer Österreicher kam Tobias Ganner als 43. in die Punkteränge.
Sturz und Stockbruch bei Stadlober
Im Frauen-Massenstartrennen war diesmal für Teresa Stadlober ein Spitzenergebnis in weiter Ferne. Nach Rang 7 über 10 km klassisch wurde Stadlober unmittelbar vor Katharina Brudermann nur 29.
Sie hatte 2:38,3 Minuten Rückstand auf die schwedische Siegerin Jonna Sundling. Die Schwedin kam etwas über zwei Sekunden vor Jessie Diggins (USA) und Heidi Weng (NOR) ins Ziel kam.
Allerdings war das Rennen für Stadlober "von Anfang an verhext": eine unverschuldete Kollision mit einer Finnin samt Sturz bei eisiger Spur und ein gebrochener Stock machten eine Spitzenplatzierung unmöglich.