Sie können uns vielleicht die Finger abhacken, aber das Herz dürfen sie uns nicht herausreißen.
Ein Umstand, der Schneider freute: "Ich bin richtig stolz auf die Jungs. Sie haben bis zum Ende gekämpft, niemand hat aufgegeben. Das spricht für uns als Mannschaft."
Wolf fand, dass man trotzdem "nicht so extrem abgeschlachtet" wurde. Der Schweiz-Legionär erklärte: "Resultatmäßig vielleicht schon, aber wir sind nicht auseinandergefallen. Auch beim Stand von 0:7 haben wir Schüsse geblockt, sind füreinander da gewesen."
Die Devise lautete: "Sie können uns vielleicht die Finger abhacken, aber das Herz dürfen sie uns nicht herausreißen. Das ist uns gelungen."
"Wir werden nicht auseinanderbrechen"
Schneider wollte das Ergebnis nicht schönreden, fühlte sich allen voran für die Goalies schlecht. "Es war eine sehr zache Partie für sie. Beim nächsten Mal müssen wir sie besser unterstützen."
Trotzdem können positive Dinge aus dem Spiel gezogen werden, betonte der Captain. "Wir haben uns gegenseitig nie die Schuld zugeschoben. In so einer Partie ist es wichtig, dass wir zusammengehalten haben. Jeder hat genug Fehler gemacht."
Clemens Unterweger, der genauso wie Schneider sein 100. Länderspiel bestritt, ergänzte: "Wir können für unser defensives System sehr viel lernen und aus der Partie mitnehmen."
Der KAC-Verteidiger glaubte nicht, dass die Klatsche einen negativen Effekt für das weitere Turnier haben wird: "Wir werden gestärkt aus dem Spiel hervorgehen und sicher nicht auseinanderbrechen. Wir sind nach wie vor eine sau geile Truppe."
Schneider sagt Gold für Schweiz voraus
Die Eidgenossen machten hingegen genau dort weiter, wo sie beim 6:1 gegen Deutschland am Montag aufgehört haben. "Sie haben uns aufgezeigt, wie gut man Eishockey spielen kann", staunte Wolf.
Schneider ließ sich sogar zu einem Gold-Tipp verleiten: "Ich habe es in Tschechien vorausgesagt, dass die Tschechen gewinnen werden. Jetzt sage ich voraus, dass die Schweiz in der Schweiz gewinnen wird."
Sein Salzburger Teamkollege Mario Huber wünschte der Schweiz "nur das Beste, dass sie daheim Gold gewinnen."