Österreich Österreich AUT
Schweiz Schweiz SUI
Endstand
0:9
0:4 , 0:3 , 0:2
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Bader: "Wir waren die Schlachtplatte"

Vorwürfe des ÖEHV-Teamchefs waren nach dem 0:9 gegen sein Heimatland keine zu vernehmen. Die Mannschaft sei voll intakt, betont der Schweizer.

Bader: "Wir waren die Schlachtplatte" Foto: © GEPA

"Man musste das ein Stück weit erwarten", sagte Teamchef Roger Bader ernüchtert.

Dass gegen die Schweiz die erste Niederlage der Eishockey-WM bezogen wird, war keine Überraschung. Mit 0:9 fiel das Resultat jedoch überdeutlich aus. Spielbericht >>>

Am Vortag betonte der Schweizer noch, dass man sich nicht wie Deutschland auf die Schlachtbank führen lassen wolle. Letztendlich musste der 61-Jährige jedoch feststellen: "Wir Österreicher waren die Schlachtplatte."

Das große Bild im Blick

Die Schweiz sei "brutal stark" besetzt und gilt nicht erst seit dem heutigen Kantersieg als großer Anwärter auf den Weltmeister-Titel.

"Und wir waren nach vier Spielen in fünf Tagen schon ein wenig müde. Das sind meine Spieler nicht gewohnt", konstatierte Bader, der gehofft hat, "dass es nicht ganz so schlimm wird."

Der Teamchef schonte mit Vinzenz Rohrer, Dominic Zwerger und Atte Tolvanen gleich drei bewährte Kräfte. "Wir sehen das große Bild", gab er zu verstehen. "Wir streben noch den vierten Sieg an. Das wäre gegen die Schweiz nicht ganz realistisch gewesen."

Gnadenlose "Nati"

Die "Nati" zeigte im Spitzenspiel überhaupt keine Gnade mit Österreich. Bader war beeindruckt: "Eine Mannschaft, die Weltmeister werden will, soll über 60 Minuten so spielen und nicht irgendwelche flaue Phasen haben - auch gegen Österreich nicht."

Das ist die richtige Mentalität, um Weltmeister zu werden.

Teamchef Roger Bader über die Schweiz

Die Schweizer stellten sich mit dem Spielstand nie zufrieden, sind stets auf das nächste Tor gegangen. "Das ist die richtige Mentalität, um Weltmeister zu werden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es dieses Jahr reicht", meinte der Winterthurer.

Teilerfolge verbucht

So gut ist das ÖEHV-Team freilich noch nicht. Bader erklärte: "Wir waren einfach viel zu langsam. Nicht, weil wir etwas falsch gemacht haben, sondern weil der Gegner so viel schneller und besser war."

Doch seine Mannschaft hätte sich nach einem Fehlstart im Verlauf des Spiels verbessert. "Die ersten zehn Minuten im zweiten Drittel hatte die Schweiz nur einen Torschuss, da haben wir sehr gut verteidigt", verbuchte er einen Teilerfolg. "Es sind gute Dinge passiert."

Mannschaft ist intakt

Im Hinblick auf den Kracher am Samstagabend gegen Deutschland (20:20 Uhr im LIVE-Ticker >>>) glaubte der Teamchef nicht, seine Truppe aufrichten zu müssen.

"Die ganze Reise, die wir bislang unternommen haben, ist stärker als dieses eine Spiel. Es muss sich niemand schämen. Bitter wäre eine Niederlage gegen Ungarn oder Großbritannien gewesen. Die Schweiz war einfach nicht unser Gegner", sagte er.

Natürlich sei es nicht angenehm, 0:9 zu verlieren. Trotzdem war Bader überzeugt, dass Rot-Weiß-Rot für das Schlüsselspiel im Kampf um den neuerlichen Viertelfinal-Einzug gerüstet sein wird: "Die Mannschaft ist voll intakt."

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