Was wir bis jetzt bei dieser Weltmeisterschaft gezeigt haben, ist Geduld. Wir sind auch beim Gegentor nicht gleich umgefallen.
Auch nach dem Führungstor von Tim Harnisch hatte die ÖEHV-Auswahl einige gute Möglichkeiten vorgefunden. Zudem war Atte Tolvanen bis auf einen perfekten Schuss von Rudolfs Balcers, der zum Ausgleich führte, nicht zu überwinden.
Die Reaktion seiner Mannschaft nach dem 1:1 gefiel Bader: "Was wir bis jetzt bei dieser Weltmeisterschaft gezeigt haben, ist Geduld. Wir sind auch beim Gegentor nicht gleich umgefallen, sondern haben das Spielkonzept weitergezogen."
"Das Viertelfinale ist jetzt das offizielle Ziel"
Obwohl die Letten nach dem 2:1 durch Benjamin Nissner immer heißsporniger wurden und Österreich in viele Scharmützel verwickelten, bewahrte die rot-weiß-rote Equipe kühlen Kopf.
Vor den Augen seiner Tochter Jennifer und seines Sohnes Thierry, der selbst bei den ZSC Lions in Zürich spielt, brachte Baders Team den knappen Vorsprung erfolgreich über die Zeit. Vinzenz Rohrer stellte per Empty-Netter den 3:1-Endstand her.
In der "rollenden Zielsetzung" wurde damit die nächste Etappe erreicht, das nächste Ziel gab der 61-Jährige sofort aus: "Jetzt können wir vom Viertelfinale reden. Das ist jetzt das offizielle Ziel."
Nicht wie Deutschland auf die Schlachtbank legen
Ein vierter Sieg würde dafür in jedem Fall reichen, der wird am Mittwoch (16:20 Uhr im LIVE-Ticker >>>) aber extrem schwer, geht es doch gegen Gastgeber und Vize-Weltmeister Schweiz.
"Genießen wir das heute", betonte der Teamchef, "das hat viel Kraft gekostet." Am Zahnfleisch kriecht Österreich zwar nicht daher, doch Bader monierte: "In welcher Sportart spielt man vier Spiele in fünf Tagen? Das werden wir sicher spüren."
Wir gehen nicht rein und wollen uns wie die Deutschen auf die Schlachtbank legen.
Als Ausrede soll dieser Umstand jedoch nicht dienen: "Wir gehen nicht rein und wollen uns wie die Deutschen auf die Schlachtbank legen. Wir versuchen schon dagegenzuhalten."
Ein Punktgewinn käme einer absoluten Sensation gleich, wusste auch Bader. "Es ist ein Unterschied, wenn die Schweiz mit Josi, Hischier oder Meier diese Gruppe spielt. Es ist eine irrsinnige Qualität da. Sie sind einer der absoluten Top-Favoriten auf den Titel."