Lettland Lettland LAT
Österreich Österreich AUT
Endstand
1:3
0:0 , 0:1 , 1:2
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Bader: "Ich habe Gänsehaut"

Wie ein stolzer Vater schwärmte der ÖEHV-Teamchef nach dem dritten WM-Sieg über seine Söhne. Das nächste Ziel ist ausgegeben: das Viertelfinale.

Bader: "Ich habe Gänsehaut" Foto: © GEPA

An und für sich ist Roger Bader nicht der Typ Mensch, der große Emotionen zeigt. Doch die Letten, die lösen in dem sonst nüchternen Schweizer etwas aus.

Nach dem 6:1-Triumph bei der WM 2025, der gleichbedeutend mit dem ersten Viertelfinale Österreichs seit 31 Jahren war, meinte der Schweizer: "Das ist unser Weltmeister-Titel. Ich liebe diese Spieler, ich liebe diese Mannschaft."

Ein Jahr später hat das ÖEHV-Team den Bronze-Gewinner der WM 2023 erneut geschlagen. Im Stile eines stolzen Vaters sagte der Teamchef diesmal: "Ich habe Gänsehaut. Wir brauchen gar nichts zu coachen, weil sich die Mannschaft zu 100 Prozent an das Spielkonzept hält."

Ein Abwehrkampf

In Stockholm wurde Lettland von der ersten Minute regelrecht überrollt, in Zürich präsentierte sich ein anderes Bild.

Mit dem Wissen ausgestattet, was Österreich zu leisten imstande ist, präsentierte sich Lettland griffiger in den Zweikämpfen, hatte die Rechnung jedoch ohne den schier unendlich großen Willen der "Bader Boys" gemacht.

"Jeder kämpft, jeder blockt Schüsse. Das war ein richtiger Abwehrkampf mit einem sehr guten Torhüter. Wir wurden belohnt mit einem Sieg, das macht mich schon sehr stolz", sagte Bader.

Geduld zeichnet das Team aus

Lettland hatte die Schuss-Statistik mit 26:14 deutlich angeführt, "die Spielanteile waren aber nicht so dermaßen verschieden", gab der Winterthurer zu verstehen. "Wir hatten sehr gute Chancen", kam Bader auf den frühen Stangenschuss von Paul Huber zu sprechen.

Was wir bis jetzt bei dieser Weltmeisterschaft gezeigt haben, ist Geduld. Wir sind auch beim Gegentor nicht gleich umgefallen.

Teamchef Roger Bader

Auch nach dem Führungstor von Tim Harnisch hatte die ÖEHV-Auswahl einige gute Möglichkeiten vorgefunden. Zudem war Atte Tolvanen bis auf einen perfekten Schuss von Rudolfs Balcers, der zum Ausgleich führte, nicht zu überwinden.

Die Reaktion seiner Mannschaft nach dem 1:1 gefiel Bader: "Was wir bis jetzt bei dieser Weltmeisterschaft gezeigt haben, ist Geduld. Wir sind auch beim Gegentor nicht gleich umgefallen, sondern haben das Spielkonzept weitergezogen."

"Das Viertelfinale ist jetzt das offizielle Ziel"

Obwohl die Letten nach dem 2:1 durch Benjamin Nissner immer heißsporniger wurden und Österreich in viele Scharmützel verwickelten, bewahrte die rot-weiß-rote Equipe kühlen Kopf.

Vor den Augen seiner Tochter Jennifer und seines Sohnes Thierry, der selbst bei den ZSC Lions in Zürich spielt, brachte Baders Team den knappen Vorsprung erfolgreich über die Zeit. Vinzenz Rohrer stellte per Empty-Netter den 3:1-Endstand her.

In der "rollenden Zielsetzung" wurde damit die nächste Etappe erreicht, das nächste Ziel gab der 61-Jährige sofort aus: "Jetzt können wir vom Viertelfinale reden. Das ist jetzt das offizielle Ziel."

Nicht wie Deutschland auf die Schlachtbank legen

Ein vierter Sieg würde dafür in jedem Fall reichen, der wird am Mittwoch (16:20 Uhr im LIVE-Ticker >>>) aber extrem schwer, geht es doch gegen Gastgeber und Vize-Weltmeister Schweiz.

"Genießen wir das heute", betonte der Teamchef, "das hat viel Kraft gekostet." Am Zahnfleisch kriecht Österreich zwar nicht daher, doch Bader monierte: "In welcher Sportart spielt man vier Spiele in fünf Tagen? Das werden wir sicher spüren."

Wir gehen nicht rein und wollen uns wie die Deutschen auf die Schlachtbank legen.

Teamchef Roger Bader

Als Ausrede soll dieser Umstand jedoch nicht dienen: "Wir gehen nicht rein und wollen uns wie die Deutschen auf die Schlachtbank legen. Wir versuchen schon dagegenzuhalten."

Ein Punktgewinn käme einer absoluten Sensation gleich, wusste auch Bader. "Es ist ein Unterschied, wenn die Schweiz mit Josi, Hischier oder Meier diese Gruppe spielt. Es ist eine irrsinnige Qualität da. Sie sind einer der absoluten Top-Favoriten auf den Titel."

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