Endstand
4:1
2:0 , 2:1 , 0:0
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Anständiger WM-Abschied: "Bleiben wir am Boden"

Das Spiel gegen die USA war trotzdem ein akzeptabler Abschied. Immerhin: Statt Abstiegssorgen wiederholte die Rumpftruppe beinahe die Vorjahres-Sensation.

Anständiger WM-Abschied: "Bleiben wir am Boden" Foto: © GEPA

Nach sieben Minuten war der Traum vom erneuten Viertelfinale bei der Eishockey-Weltmeisterschaft schon in weite Ferne gerückt. Zu diesem Zeitpunkt führte die USA bereits 2:0.

Es folgte ein respektabler Abschluss für das ÖEHV-Team und am Ende "nur" ein 1:4 gegen den Titelverteidiger, der sich damit noch das letzte Ticket für die K.o.-Spiele schnappte.

Aber letztlich war der Klassenunterschied eben zu groß, um für die faustdicke Überraschung zu sorgen.

"Wir haben in den ersten fünf Minuten gut dagegengehalten, bis wir das erste Tor bekommen haben. Gegen eine Mannschaft mit so vielen ausgezeichneten Spielern braucht es eine absolut perfekte Partie. Da darf kein Fehler passieren. Es hat heute leider nicht alles gestimmt, aber die Mannschaftsleistung war trotzdem okay", hakte Thimo Nickl den letzten Auftritt im "ORF" ab.

"Jeder hat alles gegeben und sich für die Mannschaft reingehauen, da können wir trotzdem zufrieden sein."

Nicht das nötige Spielglück

Mario Huber beklagte nach einem guten Start den "Dämpfer", aber "es waren noch 50 Minuten zu spielen. Wir haben es nicht mehr hundertprozentig geschafft, auf die Höhe zu kommen."

Wenn der "eine oder andere Bounce" zugunsten der Österreicher gefallen wäre, "sage ich nicht, dass wir das Spiel gewinnen, aber dann sind wir vielleicht besser drin. Denn einem Rückstand nachzulaufen, ist immer schwierig."

Und Peter Schneider wies darauf hin, dass sich ein Niveauunterschied am Eis oft anders anfühlt, als von außen betrachtet: "Es sind immer irgendwelche Schläger dazwischen. Man hat ganz wenig Zeit. Es ist ein ganz anderes Verteidigen auf dem Level, das sie haben."

Nur das i-Tüpfelchen fehlte

Der Teamchef war froh über eine "anständige Verabschiedung" speziell im letzten Drittel, als nichts mehr zugelassen wurde.

"Ich möchte betonen, dass das die zweitbeste WM der letzten 20 Jahre war. Also bleiben wir am Boden: Letztes Jahr waren es zehn Punkte."

Roger Bader (via "ORF")

"Vielleicht ist es langweilig, wenn ich es betone, aber wenn auf der anderen Seite 15 NHL-Spieler stehen, gewinnt man wahrscheinlich nicht, außer man hat einen Wahnsinnstag, der Torhüter hält alles und die Schüsse gehen vorne rein", blieb Roger Bader der altbekannte Realist, auch wenn er betonte: "Hoffen tut man immer, dass was geht."

"Wir haben uns wirklich gut verkauft, wenn man bedenkt, wie sich andere Mannschaften mit solchen Gegnern verkauft haben. Ich bin durchaus zufrieden, wir müssen realistisch bleiben. Das i-Tüpfelchen hat gefehlt, aber das ist schon auf hohem Niveau."

Zweitbeste WM statt Abstiegssorgen

So standen zum Abschluss zwar vier Niederlagen en suite, aber die allesamt gegen höher einzuschätzende Gegner, während mit Lettland sogar der spätere Gruppendritte bezwungen wurde.

Dass der Klassenerhalt mit Bravour fixiert wurde - und das schon am ersten Wochenende - blieb sowieso auf der Haben-Seite, genau wie die starken neun Punkte in der Endabrechnung.

"Ich möchte betonen, dass das die zweitbeste WM der letzten 20 Jahre war. Also bleiben wir am Boden: Letztes Jahr waren es zehn Punkte", mahnte Bader.

Mit Ausnahme des zu hohen Ergebnisses gegen die Schweiz und der schmerzhaften Niederlage gegen Deutschland, die letztendlich das Viertelfinale auch eher kostete als jene zum Abschluss gegen die USA, blieben nur zwei echte Wermutstropfen. Und selbst die eher aus Spielersicht denn aus jener des Chefs.

"Das ärgert mich natürlich im Nachhinein", gab Kapitän Schneider zu, "aber ich bin trotzdem unglaublich stolz auf die Jungs, dass sie bis zum letzten Shift gekämpft haben, auch heute noch. Und wenn uns das jemand vor der WM gesagt hätte, dass es mit neun Punkten und Chancen auf das Viertelfinale endet, hätten wir es sofort genommen."

Deutlich mehr als erwartet

Schließlich wurde nach den zahlreichen Ausfällen im Aufgebot vor Turnierbeginn noch angezweifelt, dass der Klassenerhalt so eine souveräne Angelegenheit werden könnte.

"Ich muss sagen: Vor der Weltmeisterschaft, mit all diesen Ausfällen, die wir hatten, vor allem auf der Mittelspieler-Position, musste man schon fürchten, dass wir echte Probleme bekommen. Dass sich die Mannschaft während der Vorbereitungen so entwickelt hat, so reingekniet vom Kämpferischen her - da gibt es von mir ein Riesenlob, das ist nach wie vor nicht selbstverständlich", unterstrich Bader.

Und am Ende gab es dadurch für den einen oder anderen Crack ein massives Lern-Erlebnis, das in Zukunft wertvoll sein wird. Etwa nächstes Jahr in Deutschland, wo Österreich wieder ein fixer Bestandteil der Top-Division sein wird.

So liefen die letzten 10 Weltmeisterschaften des ÖEHV-Teams

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