NHL startet mit vielen Neuerungen in neue Saison

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Es ist endlich wieder soweit - die NHL startet in die neue Saison!

Etwas mehr als drei Monate nachdem die Tampa Bay Lightning sich zum letzten Stanley-Cup-Champion krönten, startet am kommenden Mittwoch mit dem "Battle of Pennsylvania" zwischen den Pittsburgh Penguins und den Philadelphia Flyers die National Hockey League in die Spielzeit 2021.

Auch diese ist, wie bereits die Playoffs der vergangenen Saison, stark von Corona geprägt - es sind keine Zuschauer zugelassen, der Grunddurchgang umfasst nur 56 statt 82 Spiele und die Divisionen wurden neu zusammengestellt.

Mittendrin sind zwei Österreicher. Michael Raffl geht mit den Flyers in sein bereits achtes NHL-Jahr und steht kurz vor der Marke von 500 Spielen. Marco Rossi, der derzeit verletzt ausfällt, geht in seine Debüt-Saison für die Minnesota Wild. Wann der Vorarlberger das Training wieder aufnimmt, ist derzeit noch nicht bekannt (alle Infos >>>).

Dazu hat Ex-Arizona-Coyotes-Stürmer Michael Grabner ebenfalls noch die Chance auf eine weitere Spielzeit, ob der 33-jährige Villacher eine zwölfte Saison bestreitet oder seine NHL-Karriere beendet, wollte er in diesen Tagen entscheiden.

Ein Zuckerl für alle NHL-Fans

Daher geht Flyers-Stürmer Raffl vorerst als einziger ÖEHV-Crack in die verkürzte Saison hinein. Der 32-jährige Kärntner steht dabei vor einem Meilenstein. Inklusive Play-off hat der Villacher bisher 498 NHL-Spiele absolviert, er wird wohl in der Nacht auf Samstag (01:00 Uhr gegen die Penguins) sein 500. Match bestreiten.

Philadelphia gilt im Osten als einer der stärksten Herausforder von Titelverteidiger Tampa Bay, der Favorit auf den Stanley Cup ist für viele Experten die Colorado Avalanche rund um Star-Center Nathan MacKinnon.

Ein Zuckerl gibt es für alle österreichischen NHL-Fans: Puls 24 hat sich für die kommenden vier Jahre die Rechte gesichert und überträgt ein Spiel pro Woche live. Den Anfang am Mittwoch macht das "Battle of Pennsylvania" zwischen den gastgebenden Flyers und den Pittsburgh Penguins (23:30 MEZ).

(Text wird unter dem Video fortgesetzt.)

Viele Neuerungen aufgrund der Corona-Pandemie

Nach der längsten Saison, die aufgrund einer viereinhalb-monatigen Corona-Pause 363 Tage gedauert hat, ist es der Start in eine Kurzversion mit vielen Neuerungen. Statt 82 Spielen im Grunddurchgang stehen nur 56 Partien an. Gespielt wird nur innerhalb der neu zusammengestellten Divisionen, um Reisen zu minimieren.

Problemen beim Grenzübertritt zwischen den USA und Kanada ging die Liga aus dem Weg, indem eine rein-kanadische North-Division installiert wurde. Acht bis zehn Mal treffen die Klubs im Grunddurchgang (bis 8. Mai) aufeinander, auch die Playoffs ab 11. Mai werden bis zum NHL-Halbfinale innerhalb der North, West, Central und East Division gespielt.

Es wird aufgrund der Corona-Pandemie eine in vielerlei Hinsicht schwierige Saison. Virustests gehören mittlerweile zum Alltag der Sportler, erste Verschiebungen gab es schon vor dem ersten Bully. So wurden die ersten zwei Spiele der Dallas Stars gegen die Florida Panthers nach positiven Covid-19-Tests verschoben (alle Infos >>>).

Salary Cap wird eingefroren, Rekord an europäischen Spielern

Die Mannschaften konnten sich nur in kurzen Trainingscamps auf die Saison vorbereiten, Testspiele gab es nicht. Daher nutzten viele Teams die Camps aus, um Spiele innerhalb des Vereins zu absolvieren.

Die Gehaltsobergrenze für die Clubs (Salary Cap) wurde nicht wie ursprünglich geplant auf 84 bis 88 Millionen US-Dollar angehoben, sondern bei 81,5 Mio. Dollar eingefroren.

Das stellte einige Teams vor Probleme bei der Kaderplanung, Spieler mussten abgegeben werden, um das Limit nicht zu übersteigen. Der Transfermarkt lief flau, was auch Grabner zu spüren bekam.

Laut NHL-Commissioner Gary Bettman wird die NHL und die Teams über eine Milliarde Dollar wegen dieser verkürzten Saison verlieren. "Es wäre billiger, die Tore zu schließen und nicht zu spielen. Wir kommen in dieser Saison zurück, weil wir glauben, es ist wichtig für das Spiel und es mag den Leuten, besonders in Isolation, eine Portion Normalität geben."

In der vergangenen Saison waren Grabner und Raffl zwei aus dem großen Kontingent der Europäer in der NHL. 305 von 976 eingesetzten Spielern kamen aus Europa, 31,3 Prozent bedeuten Rekord (bisher: 29,87 Prozent in der Saison 2001/02). Vor allem dank Schweden (113 Spieler), Finnen und Russen (je 50) wurde die Anzahl der US-Amerikaner übertroffen.

Die neuen Divisions-Anordnungen:

North Division East Division Central Division West Division
Calgary Flames Boston Bruins Carolina Hurricanes Anaheim Ducks
Edmonton Oilers Buffalo Sabres Chicago Blackhawks Arizona Coyotes
Montreal Canadiens New Jersey Devils Columbus Blue Jackets Colorado Avalanche
Ottawa Senators New York Islanders Dallas Stars Los Angeles Kings
Toronto Maple Leafs New York Rangers Detroit Red Wings Minnesota Wild
Vancouver Canucks Philadelphia Flyers Florida Panthers San Jose Sharks
Winnipeg Jets Pittsburgh Penguins Nashville Predators St. Louis Blues
Washington Capitals Tampa Bay Lightning Vegas Golden Knights
Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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