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Ohne Österreicher: So verlief der NHL-Draft 2026

Leon Kolarik kam nicht zu Draft-Ehren, hat in den nächsten zwei Jahren nochmal Chancen. An der Spitze des Drafts gab es keine großen Überraschungen.

Ohne Österreicher: So verlief der NHL-Draft 2026 Foto: © GEPA

Der NHL-Draft 2026 ist Geschichte.

Die Toronto Maple Leafs haben mit ihrem ersten Pick den Kanadier Gavin McKenna gewählt. Für Österreichs Youngster Leon Kolarik konnte sich hingegen keines der 32 NHL-Teams erwärmen.

LAOLA1-Scout Bernd Freimüller mit einem kleinen Rückblick zur Talenteziehung - was überraschte, was nicht?

An der Spitze alles wie erwartet

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Gavin McKenna vor Ivar Stenberg und Caleb Malhotra - keine Überraschung unter den ersten Drei und auch eigentlich unmittelbar danach nicht. Da folgten nämlich vier Defender, darunter etwa der von der WM bekannte Alberts Smits als Nummer 5 zu den New York Rangers.

Die vielleicht erste kleine Überraschung folgte durch New Jersey an Nummer 12 mit Alexander Command. Allerdings legte der schwedische Center eine gute zweite Saisonhälfte und U18-WM hin und gilt mit seinem physischen Stil auch als extrem Übersee-tauglich.

Insgesamt war es an der Spitze eine gute Gelegenheit, Center und Defender an Land zu ziehen - zwei Positionen, die extern nicht immer leicht zu füllen sind.

Torhüter erst später an der Reihe

In der ersten Runde fand sich wie erwartet kein Goalie wieder, die 32 gezogenen Torhüter (einer pro Team im Schnitt) führte Tobias Trejbal als Nummer 42 (Calgary Flames) an.

Er war auch einer von sechs tschechischen Schlussmännern, die heuer gedraftet wurden - das kam nicht überraschend, lediglich Russland wies mit sieben eine größere Anzahl auf.

Kanadas Probleme auf dieser Position dürften weitergehen - der erste von lediglich fünf Goalies kam erst in Runde vier zum Zug.

Vancouver Canucks wurden größer

Caleb Malhotra als Nummer 3 zu den Canucks - das kam wie erwartet. Etwaige Probleme mit ihm und seinem Vater als Coach im selben Team sind ohnehin noch ein oder zwei Jahre aufgeschoben, auf Caleb wartet erst einmal das College.

Scouting Director Todd Harvey setzte die von seinem GM Ryan Johnson vorgegebene Draftphilosophie ("Wir wollen größer und schneller werden, uns soll niemand mehr herumschubsen") in die Tat um: Kein einziger der neun Canucks-Picks wird mit weniger als sechs Fuß gelistet, darunter mit Center Brooks Rogowski (Nummer 33) ein Zwei-Meter-Mann.

Es wird interessant sein zu beobachten, wie Marco Rossi in diese Philosophie passen wird. "Size over skills" um jeden Preis?

Apropos Größe

Nur ein Stunt Draft oder mehr? Verteidiger Alexander Karmanov ist nicht nur gebürtiger Moldauer (mit russischem Pass), was ihn schon zu einem Unikat macht. Noch viel augenscheinlicher: Seine Basketball-Größe (2,16 Meter) macht ihn zum größten je gedrafteten Spieler.

Die San Jose Sharks zogen ihn in der siebten Runde nach lediglich 20 Spielen in der OHL. Da kann man mit einem Pick nicht viel verlieren, im schlimmsten Fall bleibt das eine amüsante Fußnote für einen Crack, der seine Ausrüstung natürlich nicht von der Stange kaufen kann.

Schwaches Jahr für DACH-Staaten

Für die deutschsprachigen Länder war es wie erwartet ein unergiebiges Jahr: Der Schweizer Lars Steiner kam erst in der sechsten Runde (St. Louis) zum Zug - spielte seine angekündigte Rückkehr nach Davos hier eine Runde?

Auch für Deutschland ein schwaches Draftjahr - Tobias Krestan (LA Kings, letzte Runde) hielt als einziger die Fahnen hoch. Bei der U18-WM agierte er zwar nicht leichtfüßig, aber wenigstens mit etwas Wucht um das Tor herum. Da er bei HV71 in Schweden spielte, gingen die deutschen Ligen heuer leer aus, so man Smits nicht Red Bull München anrechnet.

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Kein Team hat Leon Kolarik gedrafted
Foto: ©GEPA

Österreich wie im Vorjahr ohne Picks: Leon Kolarik fand keine Gnade vor den Talentesuchern, kann sich in Peterborough in der nächsten Saison aber noch einmal beweisen.

Auch für Norwegen und Dänemark war es mit jeweils einem Spieler kein gutes Jahr - Powerflügel Niklas Aaram Olsen kam in der zweiten Runde (Vancouver) zum Zug, der dänische Goalie Anton Wilde, der sich bei den U18- und U20-WMs im Geschosshagel tapfer schlug, in der sechsten Runde (Dallas Stars).

Ein Zwillingspaar vereint, eines nicht

Wie von ihnen erhofft: Die Ruck-Zwillinge sollten auch in den nächsten Jahren Seite an Seite spielen. Die Pittsburgh Penguins zogen Goalgetter Liam an 22. Stelle, Bruder Markus 17 Plätze später.

Bei einem anderen Pärchen gelang das (noch) nicht: Der finnische Center Anttoni Uronen wurde an 182. Stelle von Columbus gedraftet, sein Bruder Eelis (als Defender Kapitän des U18-Nationalteams) dagegen überhaupt nicht.

Im dritten oder vierten Jahr zum Zug gekommen

Tomas Galvas ist in den letzten zwei Jahren eben um diese zwei Jahre älter geworden - sein Spiel ist aber das gleiche geblieben.

Der leichtfüßige tschechische Defender wurde endlich gedraftet und zwar an 54. Stelle von den Pittsburgh Penguins. Sie und andere Teams hätten ihn in den letzten Jahren zum Diskontpreis eines Letzt-Runden-Picks erwerben können.

Noch ein Jahr später, nämlich im vierten und letzten, fand der Slowake Tomas Kralovic sein Draftglück. Der Defender von Slovan Bratislava zeigte heuer für ihn bis dahin unbekannte offensive Dimensionen, woraufhin Tampa Bay an 90. Stelle zuschlug. Kralovic war der einzige 05-geborene Spieler im heurigen Draft.

Ein oder mehrere Drafts, wo der eigene Name nicht aufgerufen wird, müssen also nicht das Ende aller Hoffnungen sein…

Alle Österreicher, die im NHL-Draft gepickt wurden

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