Österreich feiert eine erfolgreiche Rückkehr nach Feldkirch.
14 Jahre nach dem letzten Auftritt in Vorarlberg gewinnt das Eishockey-Nationalteam das dritte Testspiel vor der Weltmeisterschaft 2026 in Zürich und Fribourg gegen Italien mit 3:2 nach Overtime.
Es ist der zweite Sieg in der laufenden Vorbereitung, die Spiele in Lettland endeten 4:3 bzw. 0:1. Weiter geht es mit der dritten Camp-Woche in Wien, die mit zwei Testspielen gegen Tschechien kulminiert.
Langsamer Start
Österreich braucht nach einer intensiven Trainingswoche zunächst einige Minuten, um Tempo aufzunehmen. Die erste gute Tormöglichkeit verbucht Ramon Schnetzer, der Schuss des Verteidigers aus dem hohen Slot rauscht knapp neben der Stange vorbei (8.).
Die Auswahl von Teamchef Roger Bader ist daraufhin tonangebend und klopft kräftig am Führungstreffer an. Clemens Unterweger hat rechts viel Platz, der KAC-Defender trifft mit seinem Versuch jedoch nur die Querlatte (17.).
Doppelpack von Nissner
Besonders stark präsentiert sich an diesem Abend die Top-Reihe um Dominic Zwerger, Benjamin Nissner und Peter Schneider. Eine Kombination des Trios führt auch zum verdienten 1:0, Nissner schließt ins halbleere Tor ab (27.).
Kurz darauf schnürt der Salzburg-Stürmer im einzigen rot-weiß-roten Überzahlspiel der Partie seinen Doppelpack. Ein Zuspiel von Zwerger verwertet Nissner direkt unter die Latte (29./PP).
Wimmer holt Italien ins Spiel zurück
Mit einem kapitalen Schnitzer wird der Olympia-Teilnehmer, von dem bis dorthin wenig zu sehen ist, ins Spiel zurückgeholt. Wimmers Querpass an der blauen Linie wird von Bryce Misley abgefangen, der Italiener stürmt alleine auf David Kickert und trifft flach (30.).
Allerdings bietet sich direkt die Chance auf das 3:1, Nickls Distanzschuss knallt an die Stange (31.). Auch Ian Scherzer hat eine weitere Top-Möglichkeit, den Vorsprung wieder auf zwei Tore auszubauen (32.).
Kickert patzt
Im Schlussabschnitt agieren beide Mannschaften zunächst fehlerhaft, Torchancen sind Mangelware. Österreich ist trotzdem weiter die bessere Mannschaft, Zwerger scheitert mit der Backhand (44.).
In der Schlussphase ist das ÖEHV-Team nach einer Strafe gegen Finn van Ee zwei Minuten in Unterzahl, hat die Entscheidung aber am Schläger. Nissner verpasst im Alleingang den Triplepack, daraufhin bringen Leon Wallner und Simeon Schwinger den Puck nicht im Tor unter.
Das rächt sich: Kickert will die Scheibe hinter dem Tor fixieren, doch der Puck prallt von der Bande zurück vors Tor. Dort bedankt sich Tommaso De Luca und schiebt ins leere Tor ein - 2:2 (55.).
Es folgt ein österreichischer Sturmlauf, der jedoch unbelohnt bleibt. Unter anderem Schnetzer trifft nur das Außennetz (60.).
Schneider fixiert zweiten Test-Sieg
In der Overtime bietet sich früh die Möglichkeit auf den Siegtreffer, Nissner kann nach tollem Zuspiel von Mario Huber jedoch nicht ins halbleere Tor einnetzen (62.).
Peter Schneider scheitert nach Pass von Zwerger an Davide Fadani, auch Huber und Schnetzer können den italienischen Torwart nicht überwinden (alle 63.).
29 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung schließt Schneider eine Zwei-auf-Eins-Situation mit Zwerger per Onetimer perfekt ab (65.) und beschert Österreich den zweiten Sieg im dritten WM-Testspiel. Der Schweiz-Legionär ist damit an allen drei Toren beteiligt.
"Jeder Sieg gibt Selbstvertrauen. Er war hochverdient. Das zweite Gegentor war schon ziemlich unglücklich", meint Teamchef Roger Bader. "Wir haben viele Chancen herausgespielt. Dass ihr Torhüter zum besten Spieler gewählt wurde, war kein Zufall."
Weiter geht es für die ÖEHV-Auswahl am kommenden Donnerstag mit dem Testspiel gegen Tschechien in Wien. Das erste WM-Spiel steigt am 16. Mai gegen Großbritannien.