Nach Corona-Geständnis: Schweizer Verband trennt sich von Coach
Kurz vor der Heim-WM trennt sich der Schweizer Eishockeyverband nun doch von seinem Headcoach.
Der Schweizer Eishockeyverband hat sich nach der Corona-Beichte von Patrick Fischer nun doch vom Nationalcoach getrennt.
Der 50-Jährige wird von seinen Aufgaben freigestellt, wie am Mittwoch bekannt wurde. Mit Jan Cadieux übernimmt der designierte Cheftrainer bereits für die Heim-WM in Zürich und Fribourg.
Fischer hätte nach dem Turnier seinen Posten freigemacht. Er hatte am Montag verraten, vor den Winterspielen in Peking 2022 ein Covid-Zertifikat gefälscht zu haben (Alle Infos >>>).
Seit 2016 Trainer der Nationalmannschaft
Nachdem der Schweizer Verband zunächst noch an Fischer festhalten wollte, entschied man sich nun zur Trennung. Rechtlich sei alles abgeschlossen, der Fall habe aber "eine öffentliche Werte- und Vertrauensdiskussion ausgelöst, die der Verband sehr ernst nimmt", sagte Verbandschef Urs Kessler in einer Mitteilung.
Die Beurteilung des Verbandes, wonach die Angelegenheit abgeschlossen sei, sei zu kurz gegriffen. "Es geht um Werte und Respekt, die für Swiss Ice Hockey zentral sind und von Patrick Fischer 2022 nicht gelebt wurden."
Man danke Fischer für seine unbestritten großen sportlichen Erfolge. Der Ex-Profi war seit Sommer 2016 Trainer der Nationalmannschaft. 2018, 2024 und 2025 führte er das Team jeweils zu WM-Silber. Bei der anstehenden WM ist auch Österreich ein Gegner in der Gruppenphase.