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VSV-Boss fordert Reformen: "Das Wettrüsten muss aufhören"

Martin Winkler sieht die wirtschaftliche Entwicklung der Liga kritisch und warnt vor den Folgen. Zudem droht der VSV mit einer Absage des Freiluft-Derbys.

VSV-Boss fordert Reformen: "Das Wettrüsten muss aufhören" Foto: © GEPA

Der VSV schlägt vor dem Start der neuen Saison Alarm.

Geschäftsführer Martin Winkler fordert tiefgreifende Reformen in der win2day ICE Hockey League und warnt vor den wirtschaftlichen Folgen des anhaltenden "Wettrüstens" zwischen den Klubs. "Das muss aufhören", fordert er.

Im Interview mit der "Kleinen Zeitung" erklärt Winkler, dass sich sechs österreichische Vereine zusammengeschlossen hätten, um auf bestehende Missstände aufmerksam zu machen.

"Massives Ungleichgewicht"

Zwar bekenne man sich klar zur Internationalität der Liga, allerdings seien die Rahmenbedingungen nicht für alle Teams gleich.

Als Beispiele nennt der VSV-Geschäftsführer den Liganeuling HC Milano, der auf zahlreiche Imports beziehungsweise eingebürgerte Spieler setzt, sowie die ungarischen Klubs, die laut Winkler deutlich geringere Kosten hätten.

"Da herrscht ein massives Ungleichgewicht", so der 45-Jährige.

Gehaltsmodell als möglicher Lösungsansatz

Um für mehr Chancengleichheit zu sorgen, hat die Gruppe der sechs österreichischen Vereine der Liga bereits einen Maßnahmenkatalog übermittelt.

Eine Idee ist die Einführung eines Punktesystems auf Basis der Spielergehälter. Dafür müssten die Verträge offengelegt, in Gehaltsklassen eingeteilt und entsprechend bepunktet werden.

Über die Vorschläge soll bei einem Management-Meeting Ende August diskutiert werden. Winkler rechnet zwar nicht mit sofortigen Beschlüssen, fordert aber eine grundlegende Debatte über die wirtschaftliche Zukunft der Liga.

Andernfalls befürchte er, "dass mittelfristig der eine oder andere Klub wegbrechen könnte", wie es heuer bei den Pioneers Vorarlberg beinahe der Fall gewesen wäre.

VSV droht mit Absage des Freiluft-Derbys

Deutliche Worte findet Winkler auch zum geplanten Freiluft-Derby gegen den KAC in Bischofshofen. Der VSV warte seit Wochen auf eine Rückmeldung der Liga zu einem Entschädigungspaket für Abonnenten und den Verein selbst.

Sollten die Forderungen – unter anderem eine angemessene Kompensation für Dauerkartenbesitzer sowie die Übernahme zusätzlicher Transport- und Hotelkosten – nicht erfüllt werden, zieht der VSV Konsequenzen.

"Wenn das Entschädigungspaket nicht unseren Vorstellungen entspricht, werden wir unser Heimspiel nicht in Bischofshofen austragen, sondern wie gewohnt in der Villacher Stadthalle", kündigt Winkler an.

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