NEWS

Noch ein Stürmer? Das sagt der neue Salzburg-Coach

Die Eisbullen haben einen großen Umbruch vorgenommen, im Angriff gibt es bislang aber nur einen Import. Trotzdem ist man glücklich mit dem aktuellen Kader.

Noch ein Stürmer? Das sagt der neue Salzburg-Coach Foto: © Gintare Karpaviciute/EC Red Bull Salzburg

Während das Thermometer draußen an der 40-Grad-Marke kratzt, fröstelt es in der Red-Bull-Akademie in Salzburg.

Man möge es zwar kaum glauben, aber die neue Eishockey-Saison steht in den Startlöchern. Der EC Red Bull Salzburg startet am kommenden Montag offiziell in die Saisonvorbereitung, etliche Spieler sind in den letzten Wochen bereits regelmäßig am Eis gestanden.

Heuer werden sie wieder von einem neuen Mann angeleitet: Alan Letang. Der 50-jährige Kanadier hat den Cheftrainerposten von Manny Vivieiros übernommen. Der ehemalige ÖEHV-Teamchef musste nach einer Saison wieder gehen.

Großer Kader-Umbruch

Das Viertelfinal-Aus per Sweep gegen den HC Pustertal ging auch am Kader nicht spurlos vorbei.

Als Konsequenz wurde ein großer Umbruch eingeleitet, zwölf Spieler mussten den ehemaligen Serienmeister verlassen. Besonders am Import-Sektor blieb kaum ein Stein auf dem anderen, auf Leistungsträger wie Troy Bourke oder Tyler Lewington wird nicht mehr gesetzt.

Auf der Haben-Seite stehen lediglich vier neue Spieler: Jayden Lee, Olivier Galipeau und Wyatt Kalynuk sollen die Abwehr verstärken, dazu ist Adam Brooks für den Angriff geholt worden. Der Kanadier ist der einzige Legionär in der Offensive.

Wir sind mit dem aktuellen Kader zufrieden.

Salzburg-Coach Alan Letang

Überhaupt stehen nur fünf ausländische Spieler aktuell am Kader, zehn dürften theoretisch am Spielbericht stehen. Doch es macht den Anschein, als würde Salzburg dieses Kontingent - zumindest vorerst - bei weitem nicht ausschöpfen.

Ein weiterer Stürmer wäre schön, aber...

Der Frage, welche Zuzüge noch zu erwarten sind, versucht Letang in einer Medienrunde zunächst auszuweichen: "Das ist eine tolle Frage, die man vermutlich 'Heli' (Sportmanager Helmut Schlögl, Anm.) stellen sollte."

Dann lässt sich der Neo-Coach doch etwas entlocken: "Wir sind mit dem aktuellen Kader zufrieden. Wir freuen uns darauf zu sehen, ob einige Spieler vielleicht einen Schritt nach vorne machen und Rollen übernehmen können, für die sie zuvor - aus welchen Gründen auch immer - keine Gelegenheit hatten."

Letang macht keinen Hehl daraus, dass man "im Idealfall" gerne noch einen weiteren Stürmer hätte, "der uns ein wenig mehr Tiefe verleiht."

"Aber ich denke, es ist eine großartige Gelegenheit, einigen Jungs die Chance zu geben, wirklich einen guten Eindruck zu hinterlassen."

Wo passt der Nachwuchs ins Puzzle?

Bedeutet: Die Red Bulls wollen vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen und ihm die Chance bieten, sich nachhaltig auf Liga-Niveau beweisen und sich im Profi-Kader etablieren zu können.

Entweder nutzen sie die Chance oder man sieht ganz genau, wo der Lernprozess ansetzen muss.

Alan Letang über den Nachwuchs

Essenziell dafür sind bereits die Trainings und Vorbereitungsspiele der kommenden Wochen bis zum Pflichtspiel-Start in der Champions Hockey League gegen die Kölner Haie am 3. September.

Worauf der Coach bis dorthin achten wird? "Wie sie sich auf dem Eis behaupten, wie sie sich bewegen, wie ihr Schuss ist, welche Fragen sie stellen und ob sie den Torinstinkt haben, den wir suchen. Und: Wo passen sie in das Puzzle unseres Systems?", erklärt Letang.

Es sei großartig, dass junge Akteure die Möglichkeit bekämen, sich zu beweisen. "Ich denke, es ist enorm wichtig, ihnen eine Chance zu geben", betont er. "Entweder nutzen sie die Chance oder man sieht ganz genau, wo der Lernprozess ansetzen muss."

RB-Überläufer: Sie sind von Salzburg nach München gegangen

Kommentare