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SK Rapid Wien
SCR
FC Santa Coloma
FCC
Endstand
6:2
3:1
,
3:1
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Ercan Kara
-
Petter Nosakhare Dahl
-
Ercan Kara
-
Nenad Cvetkovic
-
Ercan Kara
-
Nikolaus Wurmbrand
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Jose Bellido
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Roberto Rodriguez
NEWS
Sechs Tore, alles gut? "Nicht, wenn wir auf 60-70 Prozent gehen"
Gegen einen überforderten Gegner lief Rapids "Werk'l" offensiv, hinten blieben Wünsche offen.
Textquelle: © LAOLA1
von Johannes Bauer
Klar war der FC Santa Coloma "nur" der Liga-Vierte Andorras. Ein 6:2 lässt aber trotzdem keinen Raum zur Unzufriedenheit zu.
Oder?
Naja, fast. Rapid soll schließlich anderen Gradmessern erfolgreich gegenüberstehen. Da waren zwei sehr vermeidbare Gegentore bei aller offensiven Durchschlagskraft zu viel.
"Wir müssen mit dem Team morgen ein paar Sachen durchgehen, mit denen ich nicht glücklich bin", versprach Johannes Hoff Thorup.
"Wir haben zehn Minuten in der ersten Hälfte, in denen wir defensiv nicht solide aussehen und zu viele Räume aufmachen. Und das zweite Gegentor kam in einer 'toten' Phase, in der der Ausgang jedem klar war. Aber damit bin ich nicht zufrieden, wenn wir auf 60, 70 Prozent runtergehen", monierte der Däne.
"Es war eine ganz gute Partie - nicht hervorragend", wusste auch sein Kapitän. "Wenn man sechs Tore macht, ist es einmal okay, wenn man zwei kriegt, aber immer können wir uns das nicht erlauben", so der neuerdings etwas defensiver eingestellte Matthias Seidl.
"Eines der besten Tore, seit ich hier bin"
Genug geraunzt. Rapid ist ja weiter. Mit einem Gesamtscore von 9:3 überdeutlich. Gut für das Selbstvertrauen, gut für das Wissen, woran gearbeitet gehört.
Und für das Wissen, was schon ganz gut aussieht. Offensiv war manches der sechs Tore auf eine Art und Weise herausgespielt, die in der letzten Saison kein einziges Mal in Hütteldorf zu sehen war.
"Ein paar der Tore waren wirklich, wirklich schön. Das zweite Tor war vermutlich eines der besten Tore, die ich von uns gesehen habe, seit ich hier bin", verzückte die Kombination über das ganze Feld auch Hoff Thorup, der sonst nicht zum Überschwang neigt.
"Schauen offensiv gefährlich aus"
Dass dabei auch schon abgeschriebene Spieler wie Marco Tilio ein ganz anderes Gesicht zur Vergangenheit zeigen, darf dem Dänen Mut machen. Dass seine Hoffnung, das Spiel öfter an sich zu reißen und eine intensive Gangart an den Tag zu legen, in Sachen Offensive aufgehen kann.
"Ich bin am Ende glücklich mit dem Ergebnis, weil es schwierig sein kann, so ein Spiel nach einem guten ersten Duell anzugehen. Aber offensiv schauen wir gefährlich aus", war das Fazit des Trainers dann doch dem Ergebnis entsprechend.
Den Beweis, das gegen Mannschaften abrufen zu können, die weniger Raum hergeben, als die zum Mitkicken gekommenen Gäste aus Andorra, bleibt Rapid zwangsläufig noch schuldig.
Erste Gelegenheit: Altach am Sonntag beim Bundesliga-Auftakt. Wer sich dann nächste Woche als nächste europäische Aufgabe stellt, wird erst am Donnerstagabend geklärt.