Rob Daum: "Enger, als das Ergebnis vermuten lässt"

Rob Daum: Foto: © GEPA
 

7:1! Was für den VSV der höchste Sieg in der laufenden Saison der bet-at-home ICE Hockey League ist, ist für die Vienna Capitals die bis dato höchste Niederlage.

Auch wenn sich dieses Ergebnis nach einem Spiel mit einem starken Leistungsunterschied anhört, war es "eigentlich enger, als das Ergebnis vermuten lässt", meinte Rob Daum, der Head Coach des VSV nach der Partie im Interview mit "Puls24". So sah es auch sein Gegenüber aus Wien, Dave Barr: "Es war zwar keine 1:7-Partie, einen Sieg hätten wir uns aber nicht verdient."

Die Adler hätten sehr gut gespielt, den Puck mit viel Selbstvertrauen und hohem Tempo bewegt, musste der Kanadier, der mit seiner Mannschaft aufgrund der Wetterlage erst spät in Villach angekommen ist, zugeben.

"Ich bin natürlich sehr glücklich über den Erfolg. Die Caps waren in den letzten zehn Runden die beste Mannschaft der Liga", freute sich Daum sehr über die drei Punkte.

VSV holte verabsäumte Treffer nach

In einer hektischen Anfangsphase stand es durch Treffer von Felix Maxa (3./SH) und Patrick Antal (5.) ausgeglichen 1:1. Gegen Ende des ersten Drittels wurden die Villacher stärker und nahmen dank eines Powerplay-Treffers von Scott Kosmachuk eine knappe Führung mit in die Kabine. "Wir haben dem VSV viel Platz gelassen und er hat ihn genutzt", kommentierte Barr.

Nach der Pause drückten die Kärntner dann mächtig, trafen innerhalb von wenigen Sekunden gleich zwei Mal die Stange. Zuerst scheiterte Anton Karlsson an der Torumrundung, danach Maxa aus spitzem Winkel. Nachdem Kosmachuk schon im ersten Drittel das Metall zum Erklingen gebracht hatte, war es der insgesamt dritte Stangenschuss der Villacher.

"Wir hatten richtig gute Chancen im zweiten Drittel, haben aber lange nicht getroffen", bedauerte Daum. Das Energielevel der Adler sei mit Fortdauer des Spiels allerdings gestiegen, wodurch es ihnen möglich gewesen war, mehr Möglichkeiten zu kreieren. "Wir haben ein paar Tore spät im Spiel nachgeholt."

Daheim 4,89 Treffer pro Spiel

Diese "paar Tore" fielen in der 46. Minute durch Chris Collins, der in seinen letzten sieben Spielen immer punktete (sechs Tore, drei Assists), in der 58. Minute durch den Ex-Wiener Marco Richter (Empty Net), und zwei Mal in der 60. Minute durch Benjamin Lanzinger und Kosmachuk. Bereits davor traf dieser aus unmöglich spitzem Winkel über die Schulter vom Schlussmann der Hauptstädter, Bernhard Starkbaum.

Schossen die Villacher vor der Partie noch im Durchschnitt 4,63 Tore pro Heimspiel, sind es nun gar 4,89. Beim Treffer zum 4:1 durch Collins half Caps-Defender Anton Karlsson tatkräftig mit, als er einen Querpass vor dem Tor mit den Eislaufschuhen in den eigenen Kasten lenkte.

"Das war nicht mein schönstes Tor, aber ich nehme jedes, das ich bekommen kann", erklärte Collins im "Puls24"-Interview. Gleichzeitig lobte er das Auftreten seiner Mannschaft in der Defensive und Offensive. "Ich bin sehr zufrieden damit."

Caps hadern auswärts mit dem Toreschießen

Auf eigenem Eis - wenn auch am Freitag nicht vor den Augen der eigenen Fans - punkteten die Villacher somit in acht ihrer neun Heimspiele und feierten dabei sechs Siege.

Die Wiener hingegen halten nach elf Matches in der Fremde gerade einmal bei 20 Treffern. Gleich vier Mal blieb man überhaupt ohne Torerfolg. Nur die Black Wings Linz (17) und der HC Pustertal (19) trafen in Auswärtsspielen seltener als die Caps, die zuletzt aber eine Heimmacht waren.

Am Sonntag geht es für sie mit einem Spiel in der neu umbenannten "Steffl Arena" weiter, ab 16:00 Uhr sind die Linzer zu Gast (im LIVE-TICKER). Auf den VSV wartet an diesem Tag der HC Pustertal in Bruneck (ab 18:00 Uhr).

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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