Salzburg: "Junge Spieler haben Chance ergriffen"

 

Beim knappen 4:3-Erfolg von Red Bull Salzburg gegen den VSV am siebenten Spieltag der bet-at-home ICE Hockey League sucht man im Salzburger Line-Up vergeblich nach vielen bekannten Namen.

Gleich sieben Cracks der Bullen konnten beim Heimspiel nicht auf das Eis geschickt werden. Zu den Ausfällen von J.P. Lamoureux, Ty Loney, Lukas Schreier und Alexander Pallestrang kamen ein nicht einsatzfähiger Ali Wukovits (Unterkörperverletzung) sowie die Corona-Infektionen von Thomas Raffl und Dominique Heinrich hinzu.

Dadurch bekamen (Akademie-)Spieler wie Philipp Wimmer und Lucas Thaler, beide 19 Jahre alt, eine Chance. "Durch die Krankheit und die Verletzungen ergab sich im Line-Up eine große Möglichkeit für junge Spieler und sie haben sie ergriffen", lobt der Salzburger Head-Coach Matt McIlvane. Besonders Thaler zog in der 18. Minute die Aufmerksamkeit auf sich, als er den Puck nach einem Onetimer aus dem Bullykreis nur knapp neben die Stange setzte.

"Wir haben einen strikten Plan und die jungen Spieler setzen ihn gut um. Jeder hilft mit und wir gehen den gleichen Weg", fügt Benjamin Nissner, der Torschütze zum 3:2, hinzu.

Mangelnde Chancenauswertung beschäftigt den VSV

Von einem "wirklich engen" Spiel spricht McIlvane nach der Partie. War Salzburg in puncto Torabschluss in den ersten 20 Minuten überlegen, drehten die Adler in dieser Hinsicht nach der ersten Pause auf. "Im zweiten Drittel haben wir wie in den letzten Spielen ein bisschen nachgelassen", weiß Nissner. "Im Endeffekt haben wir gewonnen. Wir haben einen Weg gefunden, wie wir gewinnen können und sind zufrieden."

In den letzten Minuten habe man allerdings unter Druck gestanden, denn Villach zog Goalie Andreas Bernard und probierte es im Sechs-gegen-Fünf. Bereits kurz davor trafen die Gäste durch Krastenbergs lediglich die Stange, die den 4:4-Ausgleich verhinderte. "In den letzten fünf Minuten waren wir vor dem Tor präsent", zeigt sich Rob Daum, Head-Coach des VSV, erfreut. Man habe viele Möglichkeiten gehabt, sie aber nicht nutzen können.

Zu einigen Chancen kamen auch die Salzburger, die 40 Torschüsse abgaben, auch hier landete der Puck durch Schneider einmal am Pfosten. Die Villacher probierten es ihrerseits 37 Mal - drei Mal musste Salzburg-Keeper Atte Tolvanen hinter sich greifen. Dennoch gibt es auch für den Finnen lobende Worte von McIlvane: "Atte (Tolvanen, Anm.) war im Tor fantastisch."

"Special Teams" waren der entscheidende Faktor

Weniger "fantastisch" war hingegen das erste Drittel für Daum: "Wir sind schnell in Rückstand geraten, Salzburg hat zwei Tore im ersten Drittel geschossen. Wir können uns glücklich schätzen, diesen Abschnitt nur mit 1:2 verloren zu haben. Das Tor in der 20. Minute war natürlich ein Boost für uns."

Als entscheidenden Unterschied im Spiel sieht der Kanadier die "Special Teams". Während die Bullen einen Shorthander und einen Powerplay-Treffer erzielten, vergaben die Adler alle drei Möglichkeiten in numerischer Überzahl. Die vielen eigenen Strafen im letzten Abschnitt waren auch nicht hilfreich. So "haben wir uns selbst keine Chance gegeben."

Auch McIlvane ist mit der Leistung seiner Mannschaft nicht vollends zurfrieden: "Wir hatten großartige Momente, in denen wir Druck erzeugen konnten, aber auch Momente, in denen wir den Anschein erweckten, hinten offen zu sein", ist sich der 35-Jährige bewusst.

Beklagen kann er sich dennoch nicht, liegt Salzburg nach dem vierten Sieg in Folge in der Tabelle doch auf dem dritten Platz. Am kommenden Sonntag treffen die Bullen erstmals in der bet-at-home ICE Hockey League auf Ljubljana (18:00 Uhr). Der VSV hingegen empfängt den HC Bozen (ab 17:30 Uhr im LIVE-TICKER>>>).

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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