Endstand
2:6
2:1 , 0:1 , 0:4
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Graz99ers-Präsident Jerich: "Wir waren überlegen!"

Bereits im zweiten Jahr seiner Amtszeit wurde das große Ziel von Herbert Jerich erreicht. Kann er Meister-Coach Dan Lacroix halten?

Graz99ers-Präsident Jerich: "Wir waren überlegen!" Foto: © GEPA

Die Graz99ers sind erstmals Meister der win2day ICE Hockey League.

Durch den 6:2-Auswärtssieg in Final-Spiel 4 gegen den HC Pustertal haben sich die Steirer nicht nur die Karl-Nedwed-Trophy gesichert, sondern auch die perfekten Playoffs vollbracht.

Die Feierlichkeiten starteten bereits auf dem Südtiroler Eis, mittendrin war Herbert Jerich. Mit dem Ertönen der Schlusssirene stürmte der Klub-Präsident die Eisfläche und verpasste seiner Mannschaft sogleich eine Champagner-Dusche.

"Meine Jungs waren bestens eingestellt. Fünf Minuten vor Schluss musste ich meine Schuhe umziehen, den Champagner holen - und dann habe ich die Minuten runtergezählt", erzählt der Unternehmer im ORF-Interview.

"Richtig geile Mannschaft"

Da war die Erleichterung bereits sichtlich groß, während des Spiels war Zittern angesagt. "Nach dem ersten Drittel haben wir gesagt, das wird eine harte Partie", so Jerich. Zu diesem Zeitpunkt lagen die "Wölfe" erstmals im Finale voran, führten 2:1.

Der Ausgleich durch Anders Koch beruhigte die Gemüter etwas, im Schlussabschnitt fixierte Graz mit vier Treffern den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Damit haben Jerich und Co. im zweiten Jahr seiner Amtszeit bereits das große Ziel erreicht.

"Natürlich war das nicht absehbar", betont der Präsident. "Wir sind vom letzten Tabellenplatz schon voriges Jahr weit nach vorne gekommen. Und diese Saison haben wir alles richtig gemacht."

"Sportdirektor Philipp Pinter hat eine richtig geile Mannschaft zusammengestellt. Wir waren überlegen! Die Emotionen sind perfekt", strahlt Jerich über beide Ohren.

"Sehr gutes Angebot" für Meister-Coach

Bleibt nur die Frage, ob einer der wichtigsten Steine im Grazer Meister-Puzzle auch nächste Saison noch da ist.

Mit Dan Lacroix, der Mitte November den Posten des Cheftrainers übernahm, ist dem Präsidenten in Zusammenarbeit mit Pinter ein Coup gelungen. Unter dem Kanadier haben die 99ers nur sechs von insgesamt 38 Spielen verloren.

Lacroix konnte die Zukunftsfrage selbst nicht beantworten, betonte, dass es seiner Frau und ihm in Graz gefallen würde. Jerich verrät: "Ich habe ihm ein sehr gutes Angebot, aber er hat gefühlt 100 Angebote."

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, kann aber vorerst einmal warten. Die Meisterfeier hat Vorrang.

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