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Rok Ticar
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Mats Mikael Frycklund
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Kevin Roy
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Anders Koch
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Kevin Michael Conley
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Josh Currie
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Lenz Moosbrugger
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Michael Schiechl
Perfekte Playoffs! Graz99ers krönen sich zum Meister
Die Steirer gewinnen ein hart umkämpftes Spiel im Pustertal und vollbringen den Playoff-Sweep. Es ist der erste Meistertitel der Klubhistorie.
Die Graz99ers haben es geschafft: Sie sind Meister der win2day ICE Hockey League!
Die Steirer vollbringen in Final-Spiel 4 mit einem hart erkämpften 6:2-Sieg beim HC Pustertal das Meisterstück und gewinnen die best-of-seven-Serie mit 4:0.
Damit krönt sich der Grunddurchgangssieger erstmals zum Liga-Champion und schreibt Geschichte. Den Playoff-Sweep - zwölf aufeinanderfolgende Siege - haben zuvor nur die Vienna Capitals (2017) und Red Bull Salzburg (2022) geschafft.
Außerdem sind die Grazer seit der Neuausrichtung der Liga 2022 der sechste Meister, der im Finale unbesiegt bleibt.
Graz zeigt Nerven, geht aber in Führung
In den ersten Spielminuten sind den Grazern die Nerven noch etwas anzumerken, gleichzeitig bestreitet Pustertal mit dem Rücken zur Wand sein bestes Spiel der Final-Serie.
In der sechsten Spielminute agiert Graz-Tormann Nicolas Wieser bei einem harmlosen Lauridsen-Schuss unsicher, Kapitän Raphael Andergassen kann nicht abstauben (6.).
Auf der Gegenseite präsentieren sich die Murstädter als Meister der Effizienz. Nach Puckeroberung in der offensiven Zone taucht Kevin Roy alleine vor Eddie Pasquale auf, tanzt den Pustertal-Goalie aus und trifft zum 1:0 (8.).
Pustertal dreht das Spiel vorerst
Die "Wölfe" stecken den Kopf nicht in den Sand und schaffen kurz darauf den Ausgleich. Alex Ierullo sieht Rok Ticar auf der linken Seite, der stürmt in die Zone und tunnelt Wieser (11.).
Wiederum nur wenige Minuten später gehen die Südtiroler erstmals im Finale in Führung. Currie sitzt auf der Strafbank, in Überzahl läuft der Puck gut. Letztendlich muss Mikael Frycklund vor dem Tor nur mehr abstauben - 2:1 (15./PP).
Wieser muss kurz vor der ersten Pausensirene erneut gegen Frycklund eingreifen (20.).
Koch beschert Graz den Ausgleich
Im zweiten Spielabschnitt sind die "Puschtra" zunächst das bessere Team, nehmen den Schwung aus der Pause mit.
Mit Fortdauer übernehmen die 99ers jedoch wieder das Kommando - und belohnen sich auch für ihre Bemühungen. Anders Koch kurvt mit der Scheibe am Schläger hinter das Tor, sein Schuss springt von einem Pustertaler Schlittschuh zum 2:2 ins Netz (31.).
Den Pustertalern bietet sich in der 36. Spielminute die Chance auf die neuerliche Führung, doch Austin Rueschhoff trifft nur die Stange (36.).
Dosenöffner und Debüt-Treffer
Nach Wiederbeginn stürmt Henry Bowlby alleine auf Wieser zu, sein Abschluss geht an der Stange vorbei (41.).
Praktisch im Gegenzug stellt Graz auf 3:2: Kevin Conley steht im Slot genau richtig und staubt ab, nachdem Koch den Puck vors Tor bringt (42.).
Pustertal muss Risiko nehmen, wird dafür aber zwei Mal bestraft. Roy bedient Currie mit einem Backhand-Pass vor dem Tor, den ersten Versuch pariert Pasquale noch. Beim Rebound von Currie ist er aber machtlos (49.).
In der Schlussphase macht Lenz Moosbrugger den Deckel nach einem mustergültig vorgetragenen Konter endgültig drauf. Der Vorarlberger markiert damit seinen ersten Treffer in der win2day ICE Hockey League (54.).
Michael Schiechl trifft in der Schlussminute noch ins leere Tor (60./EN).
Erster Eishockey-Titel für Graz seit 1978
Die Karl-Nedwed-Trophy wandert erstmals nach Graz, der letzte Eishockey-Bundesliga-Meister aus der steirischen Landeshauptstadt war der ATSE Graz 1978. Somit endet eine 48-jährige Durststrecke.
Präsident Herbert Jerich darf sich in seinem zweiten Jahr unter seiner Ägide hingegen über das Championnat freuen. Der Unternehmer hat seit seiner Übernahme gemeinsam mit Sportdirektor Philipp Pinter viel Geld investiert, damit die Meisterschaft nach Graz kommt.