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Salzburgs Hochkofler: Wenn der Körper die Notbremse zieht

Peter Hochkofler hat seinem Körper in den letzten Jahren viel zugemutet. Nach einem Bandscheibenvorfall und Schlaganfall will er künftig stärker auf ihn hören.

Salzburgs Hochkofler: Wenn der Körper die Notbremse zieht Foto: © GEPA

Die vergangene Saison von Peter Hochkofler als Horror zu bezeichnen, ist noch zu milde.

Bandscheibenvorfall, schwere Ellbogenverletzung und kurz nach dem Comeback auch noch ein Schlaganfall - schlimmer hätte es den Angreifer des EC Red Bull Salzburg kaum treffen können.

Der Albtraum hat den Südtiroler eiskalt erwischt: "Das kam aus dem Nichts. Der Körper hat sich dafür gemeldet, wie ich ihn die letzten Jahre geschunden habe. Er hat Signale gesendet, dass es so nicht weitergehen kann."

Kollaps ohne Vorwarnung

Die Umstände seines Schlaganfalls waren - gelinde gesagt - dramatisch.

Am 16. Jänner hatten die "Eisbullen" gerade ihr Aufwärmen vor dem Auswärtsspiel gegen den VSV absolviert, als plötzlich medizinisches Personal vom Hallensprecher in die Salzburger Kabine gerufen wurde.

Hochkofler war ohne Vorwarnung zusammengebrochen. Der Stürmer wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, wo zunächst keinerlei Auffälligkeiten festgestellt wurden.

War man anfangs von einer Migräne-Attacke ausgegangen, erhielt der 31-Jährige später die Diagnose: Schlaganfall.

Der Kampf zurück in die Spur

Heute geht es dem 1,91-Meter-Hünen wieder gut.

Ich musste einiges an mir arbeiten.

Die Albtraum-Saison setzte Hochkofler mental schwer zu

Er blickt auf die bangen Wochen und Monate zurück: "Das Schlimmste war, nicht mit den Jungs am Eis stehen und seinen Job ausüben zu können. Wir haben keinen normalen Job, das ist unsere Leidenschaft."

Es sei eine harte Zeit gewesen, gesteht Hochkofler. Besonders mental habe er gelitten. "Ich musste einiges an mir arbeiten", betont der gebürtige Italiener, der mittlerweile österreichischer Staatsbürger ist.

Mit der Unterstützung von Freunden, Familie, der Mannschaft und des gesamten Vereins ist der Angreifer "wieder auf den richtigen Pfad" zurückgekehrt.

Hilfe erhält das Salzburger Eigengewächs - Hochkofler spielt seit seinem 15. Lebensjahr in der Mozartstadt - zudem von einer Psychologin. "Da bin ich gut versorgt", meint er.

Ans Karriereende gedacht - aber nicht diesen Sommer

An ein Karriereende dachte Hochkofler in diesem Sommer nicht.

Er verrät: "Vor drei Jahren war ich kurz davor, dass ich aufhöre. Seitdem ist jede Saison ein Bonus. Was ich jetzt auf jeden Fall wollte, war, gesund zu werden und mental in die richtige Spur zu kommen."

Beides ist ihm gelungen.

Im Einklang mit dem Körper

In der Vorbereitung auf die neue Spielzeit habe er "nichts Großartiges, aber einige kleine Dinge geändert", berichtet der fünffache ICE-Meister. "Ich habe meinen ganzen Körper neu gestartet, neue Übungen eingebaut."

Ich muss wissen, wann genug ist und darf nicht mehr wie ein 20-Jähriger immer Vollgas durchziehen.

Peter Hochkofler

In Zukunft will der "Bulle" deutlich mehr auf seinen Körper hören als in den vergangenen Jahren. Er müsse darauf achten, nicht mehr über die Stränge zu schlagen und seinem Körper zu viel zuzumuten.

Der 587-fache Liga-Spieler erklärt: "Ich muss wissen, wann genug ist und darf nicht mehr wie ein 20-Jähriger immer Vollgas durchziehen."

Er möchte mit seinem Körper als Einheit agieren. "Das ist mir wichtig", unterstreicht er sein neues Mindset.

Am Eis weiterhin eine "Krätzn"

Auf dem Eis möchte Hochkofler von seinen Gegnern auch weiterhin gefürchtet werden.

Der Publikumsliebling geht dorthin, wo es wehtut, und schont dabei weder sich selbst noch seine Kontrahenten. Er stellt klar: "Ich werde meinen Spielertyp nicht ändern. Ich weiß, was ich der Mannschaft bieten kann."

Ich schaue nicht zurück, sondern nur nach vorn.

Hochkofler lässt die schwierigen Monate hinter sich

Das hat der in Oberösterreich wohnhafte "Eisbulle" in der Champions Hockey League bereits wieder unter Beweis gestellt. Ihm sei vor allem wichtig, wieder regelmäßig zum Einsatz zu kommen. "Nur so kann ich der Mannschaft wieder voll helfen", sagt er.

Und lässt die schwierigen letzten Monate hinter sich: "Ich schaue nicht zurück, sondern nur nach vorn. Ich freue mich auf alles, was in Zukunft kommen wird."

Die Zuschauer-Magnete der ICE Hockey League

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