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Wimbledon: Zverev sieht sich "auf Augenhöhe" mit der Nummer eins

Der Deutsche könnte nach seinem Premierenerfolg bei den French Open auch gleich das nächste Grand Slam gewinnen. Ein Sinner in Topform will das verhindern.

Wimbledon: Zverev sieht sich "auf Augenhöhe" mit der Nummer eins Foto: © IMAGO / ABACAPRESS

Im Traumfinale des Tennis-Rasenklassikers von Wimbledon kommt es zum Duell zwischen Titelverteidiger Jannik Sinner und French-Open-Sieger Alexander Zverev.

Der Weltranglistenerste aus Südtirol will im Endspiel am Sonntag (ab 17.00 Uhr im LIVE-Ticker) seinen zweiten Titel hintereinander in London holen, der Deutsche unterdessen das seltene Double aus dem Triumph in Roland Garros und Wimbledon. Die Favoritenrolle liegt bei Sinner, doch Zverev gab sich vor dem Showdown selbstbewusst.

"Ich sehe mich mit jedem auf Augenhöhe, das ist das Wichtigste", sagte der 29-Jährige beim Pay-TV-Sender Prime Video über seine Herangehensweise. Er sehe sich auch auf Augenhöhe mit Sinner.

Deutschland schon lange ohne Wimbledon-Sieger

Vergangenes Jahr sei er zwar weit entfernt vom Südtiroler gewesen, der über zwei Jahre mit dem nun seit Monaten verletzten Spanier Carlos Alcaraz die Grand-Slam-Szene beherrschte. "Aber das kann sich schnell ändern im Sport."

Sinner ist jedenfalls kein Lieblingsgegner des Deutschen, ganz im Gegenteil. Neunmal hintereinander ging Zverev gegen den Weltranglistenersten als Verlierer vom Platz, in sechs Partien hintereinander entschied er keinen Satz für sich.

Beendet Zverev seine Negativserie, wäre er der erste Wimbledon-Sieger der Männer aus Deutschland seit Michael Stich vor 35 Jahren.

Sinner nach Rückschlag in Paris wieder zurück auf Topniveau

Außerdem wäre es ein Novum in der Profi-Ära seit 1968, wenn Zverev nach seinem ersten Grand-Slam-Triumph gleich bei der nächsten Gelegenheit seinen zweiten feiern würde.

Bei den French Open und in Wimbledon in einer Saison die Titel zu holen, ist ein seltenes Kunststück, das erst sechs Profis gelang.

In Paris war Sinner in der Hitze körperlich eingebrochen und hatte trotz 2:0-Satzführung und 5:1 im dritten Satz dramatisch verloren. Zverev stieg dadurch zum klaren Topfavoriten der French Open auf, hielt dem Druck stand und triumphierte.

In Wimbledon zeigte Sinner beim Dreisatzerfolg im Halbfinale gegen den serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic wieder jene Dominanz von vor dem Rückschlag in Paris. So heiß wie in Frankreich Ende Mai wird es am Sonntag in Wimbledon bei maximal angekündigten 29 Grad Celsius nicht werden.

Höheres Selbstvertrauen Zverevs fällt auf

Das Finale werde "ganz anders als alle anderen Spiele, die wir bisher gespielt haben", prognostizierte Sinner. Zverevs Wandel als Folge des French-Open-Triumphs fiel ihm auf.

"Was auch immer in der Vergangenheit zwischen ihm und mir passiert ist, ist passiert. In der Zwischenzeit hat er ein Grand Slam gewonnen, was ihm viel Selbstvertrauen gab", sagte der viermalige Grand-Slam-Champion. "Wir können hier sehen, auf welchem Niveau er spielt. Es wird sehr, sehr schwer."

Seit den US Open 2023 listen die Statistiken keinen Zverev-Sieg gegen Sinner auf. Nach dem verlorenen Titel-Showdown bei den Australian Open 2025 hatte Zverev sogar einräumen müssen, dass sich Sinner "derzeit in einem anderen Universum als alle anderen" befinde.

Erstes Aufeinandertreffen auf Rasen

Zum ersten Mal begegnen sich die beiden auf Rasen. Es gibt wenig Rhythmus auf dem grünen Untergrund, der Aufschlag prägt das Spielgeschehen ebenso wie kurze Ballwechsel.

Für den finalen Schlussakt des zweiwöchigen Tennis-Highlights schottete sich Zverev ab. In der Vergangenheit war für ihn spätestens im Achtelfinale Endstation. Im vergangenen Jahr scheiterte er gar in der ersten Runde und sprach danach über mentale Probleme.

"Jetzt zurückdenken, wie ich mich letztes Jahr gefühlt habe und was da passiert ist - in diesem Moment interessiert mich das nicht. Ich möchte einfach nur das beste Tennismatch zeigen, was ich zeigen kann", sagte Zverev. Das wird es für einen Sieg gegen Sinner auch benötigen.

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