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Muchova oder Noskova: Welche Tschechin triumphiert in Wimbledon?

Im All England Club wird es heuer eine Grand-Slam-Premierensiegerin geben. Dieser winken rund 4,2 Mio. Euro Preisgeld.

Muchova oder Noskova: Welche Tschechin triumphiert in Wimbledon? Foto: © IMAGO / ABACAPRESS

In Wimbledon wird am Samstag (nicht vor 17.00 Uhr MESZ) eine Premierensiegerin bei Tennis-Grand-Slams gekürt.

Im ersten rein tschechischen Finale beim Londoner Rasenklassiker stehen sich Karolina Muchova (29) und Linda Noskova (21) gegenüber.

Die beiden Tschechinnen waren bereits je mit einem Turniertitel vom Juni im All England Club vorstellig geworden und erwischten beide einen Lauf, der sie bis ins Endspiel trug. Tschechische Wimbledon-Siegerinnen haben bereits System.

Tschechische Dominanz

2011 und 2014 gewann jeweils Petra Kvitova, 2023 holte die mittlerweile wegen Dopings gesperrte Marketa Vondrousova die begehrte Venus-Rosenwasserschale, die Trophäe für den Frauen-Einzeltitel in Wimbledon.

2024 untermauerte Barbora Krejcikova die Nationendominanz auf dem "heiligen Rasen". Noskova schilderte dieser Tage, dass sie als Kind nicht viel Tennis geschaut habe. Ihr Wunsch, Profi zu werden, war lange Zeit nicht sehr ausgeprägt.

"Aber an eines erinnere ich mich: als Petra Kvitova hier gewann. Das war einer der ersten Augenblicke, in denen ich realisierte, dass ein Sport wie Tennis existiert", sagte Noskova.

4,2 Mio. Euro stehen auf dem Spiel

Nun könnte sie in Kvitovas Fußstapfen treten - wenn die Weltranglistenzwölfte das Duell mit der acht Jahre älteren Weltranglistenneunten gewinnt. Sie sind beide miteinander befreundet und beide keine globalen Stars des Sports.

Und doch stehen sie beide im Endspiel eines der vier größten Turniere des Jahres, das heuer mit dem Preisgeld für die Siegerin von 3,6 Millionen Britischen Pfund, umgerechnet also mehr als 4,2 Millionen Euro, winkt.

Zum ersten Mal seit den US Open 2017 stehen sich nun wieder zwei Spielerinnen eines Landes in einem Grand-Slam-Finale gegenüber. Erstmals trifft das auf den tschechischen Tennisverband zu, der aktuell auch gleich zehn Spielerinnen in den Top 100 vorweisen kann.

Muchova in der Favoritenrolle

Die Erfahrung liegt aufseiten der öfter verletzt gewesenen Muchova, die zwar 2023 bei den French Open im Finale stand (Niederlage gegen Iga Swiatek), ihre Fähigkeiten Branchenkenner zufolge aber bisher zu selten abrufen konnte.

Auch die zweifache Grand-Slam-Siegerin Coco Gauff sieht das so. "Sie verdient viel mehr Erfolg für das Talent, das sie hat", sagte die Amerikanerin nach ihrer Niederlage im Semifinale in Wimbledon über Muchova.

Auch das bisher einzige Duell mit Noskova ging an Muchova. Bei den US Open 2025 rang sie ihre Landsfrau in der dritten Runde in fast drei Stunden Spielzeit nieder.

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